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"Terror am OEZ", "Ted Lasso", "Basquiat"

Diese Graphic-Novel müssen Sie unbedingt lesen

Cover von "Basquiat" – Foto: Midas Verlag

Sehen, hören, lesen: Auch diese Woche gibt die MEEDIA-Redaktion Tipps für den Feierabend – oder die Urlaubszeit. Mit dabei: ein „SZ“-Podcast, eine Comedy-Serie und eine ziemlich bunte Graphic-Novel.

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Tobias Singer empfiehlt: „Terror am OEZ – fünf Jahre nach dem Anschlag in München

Foto: Spotify / SZ

Wenn jemand fragt, was Sie am 22. Juli 2016 getan haben, werden Sie sich vermutlich nicht erinnern. Mir geht es ähnlich. Wenn das Stichwort OEZ fällt, sieht es anders aus, zumindest für mich, der in München lebt. Der Anschlag am Olympia Einkaufszentrum ist jetzt fünf Jahre her, damals wurden neun Menschen getötet, von einem Rechtsterroristen. Die Erinnerung an dieses Schwerverbrechen, das vor allem die „Minderheitsgesellschaft“ traf, ist eher schwach ausgeprägt. Dieser Spotify-Podcast zusammen mit „Süddeutsche“ setzt dem etwas entgegen.

Nils Jacobsen empfiehlt: „Ted Lasso“

Man kann „Ted Lasso“ eine ziemlich ungewöhnliche Erfolgsstory nennen – und das gleich im doppelten Sinne. Gelungen ist nämlich weder Apple bei seinem milliardenschweren Streaming-Angebot Apple TV+ noch dem Titelhelden der gleichnamigen Fußball-Comedyserie bislang besonders viel. Tatsächlich ist der Coach aus Kansas der geborene Loser – nicht zuletzt, weil er aus einer anderen Sportart, nämlich dem College-Football, kommt. Dass Lasso überhaupt verpflichtet wurde, verdankt der eloquente Amerikaner (gespielt von Jason Sudeikis) der Finte der neuen Clubbesitzerin, die das Lebenswerk ihres Ex-Manns bestmöglich ruinieren will. Zwar bleiben die Erfolge auf dem grünen Rasen aus, doch mit seinem Charme erobert Lasso nach und nach das Herz der spröden Briten. Die zweite Staffel läuft seit 23. Juli.

Claudia Bayer empfiehlt: Paolo Parisi – „Basquiat“

Foto: Midas Verlag

Ich bin eigentlich kein Freund von Comics und Graphic Novels. Aber die im Midas Verlag erschienene Grafik-Biografie „Basquiat“, in der das kurze Sein und Arbeiten des amerikanischen Künstlers, Malers und Zeichners Jean-Michel Basquiat erzählt wird, hat mich eines Besseren belehrt. Die von Basquiats Stil geprägte Graphic Novel ist nicht nur ein Feuerwerk an Farben und Grafiken. Sie bietet auch einen kurzweiligen Einblick in das Leben, Lieben – und auch in die Drogensucht von Basquiat. Am Ende der 128 Seiten wollte ich mehr davon.

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