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"Leser zu Hörern machen"

Axel Springer gründet zentrale Audio-Einheit

Das Verlagsgebäude von Axel Springer – Foto: imago images / Jürgen Ritter

Der Springer-Konzern will seine Audio-Aktivitäten ausbauen und hat dafür eine zentrale Audio-Einheit gegründet. Das ambitionierte Ziel: bis 2025 zum führenden Medienunternehmen für Audio-Journalismus im deutschsprachigen Raum werden.

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Dafür gründet der Konzern ein neues Audio-Team, das zu gleichen Teilen bei der „Bild“-Gruppe und „Welt“-Gruppe verankert ist. Die neue Mannschaft liegt im Berichtsbereich von Claudius Senst, seit 1. Juli CEO beider Gruppen, und soll zentraler Ansprechpartner für Audio sein, neue Audio-Ansätze sowie die Produktion von „Flagship-Formaten“ fördern. Die redaktionelle Unabhängigkeit soll aber gewahrt bleiben, betont Springer.

Weil’s irgendwie auch passt, ist die Pressemitteilung, aus der diese Nachricht hervorgeht, eine Audio-Datei. „Audio wird Teil unseres journalistischen Kerns“, sagt Senst in der Aufnahme. Wenig praktisch, aber immerhin, naja, originell. Durch Beteiligungen an Privatradios, darunter Antenne Bayern und Hitradio FFH, erreiche man schon heute zwölf Millionen Hörer täglich, heißt es.

Teil des Audio-Plans ist demnach auch, weiter in Audio-Unternehmen zu investieren. Springer ist unter anderem bei Gabor Steingarts Media Pioneer mit an Bord. Zudem soll die Sichtbarkeit von Audio-Inhalten auf den eigenen Plattformen erhöht werden und „jeder Artikel, jeder Text, jede Geschichte nicht nur geschrieben, sondern auch noch erzählt werden“. Damit will Springer seine „Leser auch zu Hörern“ machen, heißt es.

bek

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