Anzeige

Der Pitch ist entschieden

Deutsche Bahn etabliert neues Kreativagentur-Modell mit sieben Agenturen

Die Deutsche Bahn hat ihren neuen Kreativpool vorgestellt – Foto: Deutsche Bahn/Bartlomiej Banaszak

Der größte Agenturpitch in der Geschichte der Deutschen Bahn ist entschieden. Zukünftig werden Serviceplan, Ogilvy und Ketchum sowie Grabarz & Partner, Huth+Wenzel, GUD.Berlin und 480 Hz für die Kommunikation des Konzerns verantwortlich zeichnen.

Anzeige

Ausgewählt wurden die Agenturen im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung, an der sich insgesamt 60 Agenturen beteiligt haben sollen. Geplant war, den Entscheidungsprozess bis Ende Juli abzuschließen. Hier war die Bahn pünktlich. Entsprechend positiv ist auch Jürgen Kornmann, Leiter Marketing & PR der Deutschen Bahn gestimmt: „„Für diesen immensen Kraftakt mit mehr als 60 Ausschreibungsbewerbungen möchte ich allen beteiligten Agenturen und meinen Kolleg*innen herzlich danken. Mit den neuen und alten Partnern an unserer Seite fühlen wir uns für die anspruchsvolle Aufgabe der Rück- und Neugewinnung von Kund:innen sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr gut gerüstet. Zugleich wollen wir die positive Wahrnehmung der DB als systemrelevantes Unternehmen weiter stärken – nicht nur als Garant für Mobilität auch in Zeiten des Lockdowns, sondern vor allem für die Erreichung der ambitionierten Klimaziele Deutschlands und Europas.“

Ogilvy behält den größten Brocken

Aufgeteilt war die Ausschreibung in insgesamt vier Lose, wobei das erste Los noch einmal in a. und b. gesplittet wurde. Los 1 a. beinhaltete die Konzernthemen mit den Fernverkehrs- und zentralen Nahverkehrsthemen und ist der größte Brocken ausgeschriebenen Etats. Dieses Los ging an Ogilvy. Damit konnten die Frankfurter den Etat nicht nur halten sondern sogar ausbauen. Bislang hatten sie sich diesen Teil der Konzernkommunikation mit BBDO geteilt, die nun gar nicht mehr dabei sind.

Der zweite Teil des ersten Loses, also 1 b., hat die regionalen DB-Nahverkehrsbereiche zum Inhalt. Hierum werden sich künftig Serviceplan und Huth + Wenzel kümmern. Serviceplan hielt bereits süddeutschen Etat inklusive den Busgesellschaften. Huth+Wenzel wird den Norden betreuen.

Grabarz & Partner schmeißt Thjnk aus dem Rennen

Neu im Agentur-Team ist Grabarz & Partner. Die Hamburger schmissen im zweiten Los, in dem es um Personalmarketing und Rekruiting geht, den bisherigen Etathalter Thjnk aus dem Rennen. Damit ist Grabarz dafür verantwortlich, dass im Konzern das Zwischenmenschliche stimmt und die Mitarbeiterzahl auf rund 20.000 gehalten werden kann.

Das dritte Los enthält Social Media und Content. Dieser Part wandert zu GUD.Berlin. Das Ziel ist es, durch eine klare Handschrift in den Content- und Social-Kanälen einen zeitgemäßen und konsistenten Auftritt des Konzerns sicherzustellen. Dass die Berliner das können, haben sie in der Vergangenheit ausreichend bewiesen, waren sie es doch, die für die ikonischen Auftritte der Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) Hand angelegt hatten. Das wiederum hatte im Verfahren wohl auch den Vorteil, bei den Entscheidern keine Unbekannten zu sein. Schließlich verantwortet der ehemalige BVG-Marketingchef Martell Beck inzwischen das Marketing der DB Cargo.

Los Nummer 4 enthält alles, was Below the Line stattfindet und zwar sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich. Um Ersteres wird sich künftig die Bonner Agentur 480 Hz kümmern, die damit zum ersten Mal für den Konzern arbeiten. Der B2C-Sektor geht an Ketchum. Die Agentur arbeitet bereits für die Bahn, hier verändert sich also nichts.

Anzeige