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Eigene Plattform

Streamingdienst CNN+ soll 2022 kommen

Das Logo von CNN+ – Foto: CNN

Auf dem Markt der Streamingdienste wird es Anfang des nächsten Jahres noch ein wenig voller: Nun hat auch CNN eine eigene Plattform angekündigt. CNN+ soll im 1. Quartal 2022 starten und anfangs täglich zwischen acht und zwölf Stunden Live-Programm bieten.

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CNN+ soll dabei zusätzlich zum bereits existierenden Angebot rund um den TV-Sender aufgebaut werden, der in den USA via Kabel verbreitet wird. Laut Ankündigung richtet sich der Dienst unter anderem an sogenannte „Superfans“ und „News Junkies“.

CNN reagiert damit auf die Entwicklungen im TV- und Streaming-Geschäft. Der US-Nachrichtensender wird über Kabel verbreitet und finanziert sich auch über die darüber generierten Gebühren. Der Aufstieg von Netflix, Amazon Prime Video und Co. hat allerdings Alternativen dazu geschaffen und die Nachfrage der Verbraucher*innen verändert.

Nun kann der Sender, der zu WarnerMedia gehört, allerdings nicht einfach sein derzeitiges (Live)-Programm für den Streamingdienst nutzen. Dies liegt an langfristigen, exklusiven Verträgen mit Kabelanbietern. CNN generiert jährlich mehr als eine Milliarde Dollar an Einnahmen, größtenteils aus den Kabel-Abogebühren und Werbung.

Live-Strecke, Eigenproduktionen und neue Gesichter – CNN gibt erste Infos bekannt

CNN betont, dass der Streamingdienst Original-, Live-, On-Demand- und interaktive Programme bieten wird, die sich von den linearen Kanälen unterscheiden. Für den geplanten Service sollen in nächster Zeit 450 Mitarbeitende eingestellt werden, unter anderem Vermarkter und Produzenten. Zum Start ist ein acht- bis zwölfstündiges Live-Programm angekündigt, welches aktuelle Themen wie Klimawandel vertiefen und Lifestyle-Inhalte abdecken soll. On air zu sehen sein werden bekannte CNN-Journalist*innen als auch neue Gesichter. Zusätzlich soll es ein Community-Element geben, bei dem das Publikum mit den Moderator*innen und Expert*innen in Echtzeit über die Themen sprechen kann.

Das Unternehmen möchte zudem nonfiktionale Serien und Filme ausschließlich für CNN+ produzieren. Welche das sind, soll später präsentiert werden. Neben diesen Produktionen sollen Abonnent*innen zum Start auf frühere Staffeln von CNN-Formaten zugreifen können, darunter „This is Life with Lisa Ling“ und „Anthony Bourdain: Parts Unknown“.

Jeff Zucker äußert sich zu den Plänen um CNN+

Jeff Zucker, Chef von WarnerMedia News, sagt zu den Plänen: „CNN hat 1980 die Kabelnachrichten erfunden, 1995 die Online-Nachrichten definiert und macht jetzt einen wichtigen Schritt in der Erweiterung dessen, was Nachrichten sein können, indem es 2022 einen Direct-to-Consumer-Streaming-Abonnementdienst starten wird.“ Und weiter: „Zusätzlich zu einem noch nie da gewesenen Fernsehangebot, das nach wie vor der Kern unserer Arbeit ist, werden wir den Verbrauchern ein Streaming-Produkt anbieten, das die Reichweite und den Umfang der Marke CNN auf eine Art und Weise vergrößert, wie es sonst niemand tut.“ Etwas gleichartiges, so Zucker, gebe es bislang nicht.

Details zum Abo-Preis, möglichen Abstufungen und auch zu den geplanten Eigenproduktionen gibt es bislang nicht. Wie die zum Start angekündigte Live-Strecke aussehen wird, gaben die CNN-Verantwortlichen ebenso wenig bekannt. Zunächst startet der Dienst in den USA, soll aber nach und nach ebenfalls in anderen Ländern verfügbar sein.

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