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Bilanz

Serviceplan-Gruppe beendet Geschäftsjahr mit deutlichem Plus

Serviceplan-CEO Florian Haller kann auf gute Zahlen für das Geschäftsjahr 2020/21 blicken – Foto: Serviceplan

Das erste Pandemie-Jahr konnte der Serviceplan-Gruppe wenig anhaben. Sie schloss das Geschäftsjahr 2020/21 mit einem Plus von neun Prozent ab.

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Während die deutschen Werbeagenturen – laut GWA Frühjahrsmonitor 2021 – das erste Pandemiejahr zwar weitestgehend gut überstanden, aber dennoch im Durchschnitt mit einem Minus von 1,5 Prozent beendet haben, vermeldet die Serviceplan-Gruppe jetzt einen Umsatz für das gerade beendete Geschäftsjahr 2020/21 (per 30. Juni 2021) von 488 Millionen Euro, was einem Plus gegenüber dem Vorjahr um 40 Millionen Euro respektive neun Prozent entspricht.

Organisches Wachstum als Hauptumsatzbringer

Der größte Teil des Erfolgs ist sicherlich dem rein organischen Wachstum zuzuschreiben. So konnte Serviceplan im vergangenen Jahr O2/Telefónica gewinnen. Für den Etat wurde die maßgeschneiderte Agentur Serviceplan Bubble gegründet. Anfang des Jahres kam der Telefónica Deutschland PR-Etat dazu, der von Serviceplan PR & Content betreut wird. Gerade gewonnen wurde Tchibo. Für den Hamburger Kaffeeröster wird aktuell die ebenfalls maßgeschneiderte Agentur Serviceplan Docks aufgebaut. Dazu kamen weitere Etatgewinne, wie beispielsweise die CDU Deutschland, für die die Agentur die Bundeswahltagskampagne 2021 auf die Straße bringt. Oder die Etats von ZDF und ZDFneo.

Im Herbst 2020 konnte die Agentur-Gruppe den größten Pitch des Jahres für sich mit entscheiden: The Marcom Engine – das gemeinschaftliche Agenturmodell aus Serviceplan Group, MediaMonks und Berylls Strategy Advisors entwickelt seither die europaweiten Produkt-Marketingaktivitäten für BMW und Mini. Die zu Serviceplan gehörenden Plan.Net-Gruppe entwickelt und implementiert dafür die technologische Plattform und die Datenkonzepte.

Plan.Net war neben dem Engagement im Rahmen der The Marcom Engine 2020 mit weiteren Etatgewinnen gesegnet: So holte sich das Hamburger Team zusammen mit anderen Serviceplan-Agenturen den europaweiten Etat für den südkoreanischen Marktführer für Luft- und Wasserreiniger Coway sowie den Etat für Leica Camera.

Auch das Team im Kölner House of Communication konnte eine Reihe an Neukunden gewinnen: So entschied sich etwa Liftstar für die Zusammenarbeit mit Plan.Net Köln und Serviceplan Köln, um die Marke Lifta neu zu positionieren und die daraus abgeleitete Marketing- und Digitalstrategie ganzheitlich umzusetzen. Auch Fressnapf gehört seit dem vergangenen Geschäftsjahr zu den integriert betreuten Neukunden der Gruppe – neben Serviceplan Campaign sind Future Marketing, Plan.Net Köln, Plan.Net Neo, Plan.Net Technology, Serviceplan Consulting Group und Serviceplan Solutions an Bord.

Auch Zukäufe zahlten auf die Bilanz ein

Mit einer Akquisition und einer Unternehmensgründung hat Plan.Net zudem in die weitere Internationalisierung investiert: Der E-Commerce-Pionier hmmh, der seit 2014 zur Plan.Net Gruppe gehört, hat zusammen mit Group One, ebenfalls Teil der Serviceplan Group, die polnische LIKE.agency erworben. Diese firmiert nun unter dem Namen hmmh Poland und bietet die langjährige Expertise von hmmh im Bereich Connected Commerce auch im Nachbarland an. Zudem unterstützt das 2021 neugegründete Warschauer Unternehmen TechNest neben den bestehenden Near- und Offshoringstandorten in Rumänien und Indien die Realisierung von umfassenden Digital Experience und Commerce Services der Plan.Net Group und der Serviceplan Customized Agencies.

Zum Ende des vergangenen Jahres erfolgte außerdem die Übernahme von Future Marketing – die Düsseldorfer gehören zu den führenden Beratungen für die Transformation des Marketings hin zu einem datengetriebenen Gestalter und Orchestrierer der gesamten Customer Experience Journey. Im Mai 2021 folgte die minderheitliche Beteiligung an thaltegos.

In Berlin bündelten Serviceplan und die Bauer Media Group ihre Kräfte und gründeten unter dem Namen BauerServiceplan ein Joint Venture für Content Marketing und Corporate Publishing. Startkunde war der AOK Bundesverband, inzwischen wurde auch die Pflegekammer NRW als Kunde gewonnen.

Dementsprechend kommentiert Serviceplan-Chef Florian Haller die Bilanz: „Es ist außergewöhnlich und macht mich sehr stolz, wie wir die Corona-Krise mit all ihren Negativeffekten auf Markt, Medien und Kunden so gut bewältigen konnten. Das positive Bilanzergebnis beruht auf verschiedenen strategischen Bausteinen, die in ihrer Gesamtheit dazu beigetragen haben, dass wir uns im letzten Geschäftsjahr substanziell weiterentwickeln konnten.“ Wobei er betonte, dass vor allem der Faktor Mensch, also die Mitarbeiter, in dieser Zeit Besonderes geleistet haben. „Die Menschen und unsere Kultur machen die Serviceplan Group zu dem, was sie ist. Und der Faktor Mensch hat durch die Pandemie bedeutend an Sichtbarkeit gewonnen – Remote Work, hybride Veranstaltungsformate und digitalisierte Prozesse sind nicht mehr aus unserem Alltag, weder heute noch in Zukunft, wegzudenken“, so Haller.

cb

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