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Die Brutto-Werbeumsätze des ersten Halbjahres

Nielsen: deutscher Werbemarkt erholt sich weiter

Die deutschen Medien haben auch im Juni mehr Geld mit Werbung umgesetzt als ein Jahr zuvor. Das Pandemie-bedingte MInus hat sich aufs gesamte Halbjahr gerechnet inzwischen zu einem Plus umgekehrt – zumindest bei TV und Online.

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16,24 Milliarden Euro setzten die von Nielsen erfassten Medien und Vermarkter zwischen Januar und Juni mit Werbung um – brutto versteht sich. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Plus von inzwischen 2,9 Prozent. Nach Ende des Mai lag das Plus noch bei minimalen 0,2 Prozent.

Der Blick auf die einzelnen Medienbranchen zeigt jedoch, dass die positive Entwicklung vor allem auf das Konto der Fernsehsender, der Online-Vermarkter und der Out-of-Home-Werbung geht. Diese drei Segmente liegen im Plus, das Fernsehen sogar bei inzwischen fast 10 Prozent.

Printmedien, Radio und Kino hingegen konnten das Umsatzminus des Vorjahres noch nicht ausgleichen, für sie steht unter der Bilanz der Monate Januar bis Juni ein Minus gegenüber dem schon katastrophalen Vorjahr. Aber: Nach Ende des Mai sah es für diese Branchen noch schlimmer aus, im Juni sah es also auch hier nicht mehr ganz so schlimm aus wie 2020.

Nielsen-Werbetrend Januar bis Juni 2021

Mediengruppe Juni- in 1.000 € YTD – in 1.000 € Anteil in % YTD Vorjahr – in 1.000 € Veränd. Vorjahr kum in %
Gesamt 2.756.896 16.240.013 100 15.785.764 2,9
Fernsehen 1.135.310 7.391.932 45,5 6.735.185 9,8
Zeitungen 445.763 2.381.407 14,7 2.461.339 -3,2
Online* 360.113 2.111.042 13 1.981.273 6,5
Publikumszeitschriften 218.003 1.336.512 8,2 1.388.988 -3,8
Direct Mailings 198.299 1.216.309 7,5 1.353.186 -10,1
Out of Home* 237.473 1.017.066 6,3 1.004.422 1,3
Radio 161.876 785.671 4,8 834.859 -5,9
Kino 59 72 0 26.512 -99,7
Die Online/OOH-Werte sind als vorläufig zu betrachten und können sich aufgrund von Nachmeldungen rückwirkend ändern. // Nielsen bereinigter Werbetrend, Bruttowerbeaufwendungen Deutschland

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Branchen und Segmente und den Werbedruck sind sie dennoch.

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