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Story-Feature ade

Twitter schafft Fleets-Funktion Anfang August wieder ab

Foto: IMAGO / Roman Möbius

Kein Jahr nach der Einführung von „Fleets“ schafft Twitter die Stories-Funktion wieder ab. Ab August wird die Funktion eingestellt, teilte das US-Unternehmen nun mit. Die damit verbundene Intention, auch zurückhaltende Nutzer*innen zum Posten zu animieren, ging damit nicht auf.

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Twitter hat sein Experiment mit von allein verschwindenden Tweets für gescheitert erklärt. Die erst im vergangenen November weltweit eingeführten „Fleets“ hätten nicht wie erhofft mehr Nutzer*innen dazu animiert, mehr bei dem Dienst zu posten, erklärte Twitter in einem Blogeintrag am Mittwoch. Die Funktion werde deshalb zum 3. August eingestellt.

Ganz spurlos verschwinden die „Fleets“ zugleich auch nicht: So soll die Kamera der offiziellen Twitter-App mit zunächst dafür entwickelten Elementen verbessert werden.

Auch zurückhaltende Nutzer*innen sollten zur aktiven Nutzung animiert werden

Die Wortschöpfung „Fleets“ steht für „fleeting tweets“ („flüchtige Tweets“). Sie löschen sich automatisch nach 24 Stunden. Eine Antwort darauf kann man nur als Direktnachricht verfassen, aber nicht in der öffentlichen Timeline. Man habe gehofft, dass sich dadurch auch zurückhaltende Nutzer*innen trauen, Inhalte bei Twitter zu teilen, hieß es.

Die damalige Intention hinter den Fleets: In einer eigenen Untersuchung hatte man bei dem Social Network festgestellt, dass User zwar immer wieder Tweets schreiben, sie aber nicht senden und in den Entwürfen lassen. Fleets sollte nach eigenen Aussagen dabei helfen, „bei Twitter über die Themen zu sprechen, die sie persönlich bewegen“ (MEEDIA berichtete).

Twitter ist nicht das einzige Netzwerk, das mit Verspätung ein eigenes Story-Format gestartet hat. Auch Netzwerke wie Linkedin oder Pinterest sind erst sehr spät auf den Zug aufgesprungen und haben das einstige Snapchat-Feature übernommen. Ob immer erfolgreich, lässt sich nicht bestätigen. Beim Business-Netzwerk Linkedin, wo die Funktion im Oktober 2020 eingeführt wurde, scheint das Feature ein Nischendasein zu fristen. Das Netzwerk Pinterest hat Idea Pins erst im Juni dieses Jahr eingeführt. Der Unterschied hier, die Storys verschwinden nicht nach 24 Stunden, der Inhalt bleibt also erhalten. Vielleicht der nachhaltigere Weg.

dpa / tb

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