Anzeige

Sport-Sponsoring

DFB und Qatar Airways verhandeln über Partnerschaft

Qatar Airways ist ein Konzern des umstrittenen Staates Katar – Foto: Imago

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verhandelt mit Qatar Airways über eine Partnerschaft. Die Fluglinie ist ein Staatskonzern des Wüstenstaates Katar, wo die nächste Fußball-WM Ende 2022 stattfindet. Bisher kooperierte der Verband mit der Lufthansa.

Anzeige

Der Frankfurter Luftfahrtkonzern ist durch die Corona-Pandemie finanziell angeschlagen und wollte einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge die Partnervereinbarungen an die aktuelle finanzielle und auf Sparen ausgelegte Situation anpassen. Man wollte die Spieler nicht mehr kostenlos befördern, sondern der DFB sollte die Flüge bezahlen. Den Fußballfunktionären gefiel dieser Vorschlag offenbar nicht und man charterte die Flüge zur gerade beendeten EM bei einer litauischen Billiglinie.

Wie lange die Pandemie und die angespannte Lage bei der Lufthansa noch dauern, weiß derzeit niemand. Sicher ist, dass die Fußball-WM in Katar bereits in weniger als anderthalb Jahren stattfindet. Außerdem müssen die deutschen Kicker zu ihren Quali-Spielen befördert werden. Je eher da ein solventer Partner an der Seite ist, der die Spieler wieder kostenlos einsteigen lässt, desto besser – sagt man sich offenbar beim DFB und verhandelt mit Qatar Airways.

Kritik an Katar wegen Verhältnissen für die Gastarbeiter

Staatskonzerne aus den ölreichen Ländern des Nahen Osten sind mit einem quasi nie versiegenden Geldhahn gesegnet. Sie werden aber auch kritisiert wegen Menschenrechtsverletzungen in ihren Ländern. So auch Katar, wo zum Beispiel der Bau der Stadien wegen laxer Sicherheitsbestimmungen und schlimmer Wohnverhältnisse einigen tausend Bauarbeitern das Leben kostete.

Offiziell positioniert sich der DFB für Menschenrechte. Zum ersten Quali-Spiel der deutschen Nationalkicker in Island trugen die Spieler je einen Buchstaben auf ihrem Trikot, die zusammen Human Rights ergaben. Auf Anfrage von MEEDIA heißt es vom DFB zum Katar-Thema: „Wir bitten um Verständnis, dass wir uns aktuell hierzu nicht äußern.“

Der FC Bayern München macht es vor: Der deutsche Rekordmeister hat bereits eine Partnerschaft mit den Kataries – und die Aufschreie in der Fangemeinde sind doch sehr verhalten.

rk

Anzeige