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360-Grad-Ansatz

Inspiring Network startet Finance-Medienmarke „Finanzielle“

"Finanzielle"-Gründerinnen Irene Ramme-Dörrenberg, Kasia Mol-Wolf, Daniela Meyer und Astrid Zehbe (v.l) – Foto: Inspiring Network

Der Verlag Inspiring Network, zu dem unter anderem das Frauenmagazin „Emotion“ gehört, startet ein eigenes Finanzmedium. Um die Marke „Finanzielle“ soll ein „360-Grad-Universum“ gebaut werden.

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Das gab „Emotion“-Verlegerin Kasia Mol-Wolf in einer Presserunde am Mittwoch bekannt. „Finanzielle“ läuft auch als „Emotion“-Marke und verfolgt unterm Strich den gleichen Ansatz wie „Emotion“, setzt also auf 360-Grad, vom Quartals-Magazin bis zum Membership-Bereich mit Webinaren.

Neben Mol-Wolf, geschäftsführende Gesellschafterin des dahinterstehenden Verlags Inspiring Network, setzt sich das Gründungsteam aus den Finanzjournalistinnen und „Courage“-Gründerinnen Daniela Meyer und Astrid Zehbe sowie der Marken-Expertin Irene Ramme-Dörrenberg, die bis vor kurzem Geschäftsführerin der Europazentrale der Schweizer Uhrenmanufaktur Parmigiani Fleurier war, zusammen. Ziel von „Finanzielle“ sei es, eine „Female Finance Community“ aufzubauen.

Die Nutzerinnen erwartet ein Multi-Channel-Konzept, das aus einer digitalen Membership-Community mit Print-Magazinen, Events und Workshops bestehen wird, flankiert von Newsletter-Formaten und Social Media-Präsenzen. „Uns vier Gründerinnen eint, dass wir für Female Empowerment brennen – und die gemeinsame Überzeugung, dass finanzielle Unabhängigkeit der zentrale Schlüssel ist, damit Frauen mit noch mehr Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit einen gleichberechtigten Platz in Gesellschaft und Wirtschaft einnehmen“, so Mol-Wolf.

„Frauen sind oft anders sozialisiert und haben eine ganz andere Herangehensweise an Finanzthemen“, erklärte Zehbe auf MEEDIA-Nachfrage. Und weiter: „Es ist oft nicht nur eine Frage des Wissens, sondern auch eine Frage des Mutes, sich mit Finanzthemen auseinander zu setzen.“ Dem wolle man mit „Finanzielle“ begegnen. Das ambitionierte Ziel lautet: „Frauen sollen Männer bei Finanzthemen überholen“, so Zehbe, Männer mindestens aber „einholen“. 

Blick ins Magazin: In kleinen und großen Rubriken wollen die Gründerinnen das Thema „Über Geld reden“ aufgreifen, im Heft wird es zudem Portraits, Kolumnen und Anleitungen sowie Tipps zum Sparen oder zu Gehaltsverhandlungen geben. Der Fokus aber liege auf dem Thema Investieren. „Geld kann einem große Freiheiten schenken“, so Mit-Gründerin Meyer im Gespräch: „Wir möchten uns dafür einsetzen, dass Frauen den Mut haben, sich finanziell unabhängig zu machen“, sagt auch sie.

Dies ist ohnehin ein erklärtes Ziel von Mol-Wolf, die „Emotion“ einst von Gruner + Jahr übernommen hatte und die Marke seit geraumer Zeit zur Plattform um- beziehungsweise ausbaut. Sie sagte im Gespräch mit MEEDIA im Dezember 2020 etwa: „Meine Mission ist, dass Frauen den Weg gehen, den sie persönlich gehen möchten.“ Vorausgesetzt, sie seien finanziell unabhängig, so Mol-Wolf, denn „es ist wichtig, am Lenkrad des eigenen Lebens zu sitzen“. Bleibt man im Bild, soll „Finanzielle“ also eine weitere Route zur Unabhängigkeit von Frauen bauen, passt daher gut ins Portfolio von Inspiring Network, Organisatorin der „Emotion Women’s Days“. 

Das Heft startet am 18. August mit einer Auflage von 80.000 Exemplaren, der Copypreis wurde mit 6,90 Euro ausgegeben. Die Webseite ist in einer Beta-Version bereits online. „Wir launchen digital-first und nehmen in den kommenden Wochen unsere Userinnen Schritt für Schritt mit auf die Entwicklungsreise bis zum Print-Launch im August“, sagt Ramme-Dörrenberg.

Die Chefredaktion des neuen Magazins übernehmen Meyer und Zehbe, die einst das „Courage“-Magazin gegründet hatten, ein Wirtschafts- und Finanzmagazin für eine weibliche Zielgruppe. Die beiden Gründungs-Chefredakteurinnen hatten das zum Finanzen Verlag gehörende Magazin im März dieses Jahres allerdings verlassen, offiziell, um sich neuen Herausforderungen zu widmen. Nun ist auch klar, wohin es sie zieht.

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