Anzeige

Plagiatsvorwürfe gegen Annalena Baerbock

Kommunikation wie im Kindergarten

Annalena Baerbock – Foto: Imago Images

Nach den neuesten Vorwürfen gegen Annalena Baerbock versuchen die Grünen alles, um ihre Kanzlerkandidatin wieder ins rechte Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Und machen dabei aus Kommunikations- und Kampagnensicht alles falsch, was sie nur falsch machen können.

Anzeige

Die Annalena hat es dieser Tage wahrlich nicht leicht. Erst muss sie Nebeneinkünfte in Höhe von 25.000 Euro nachträglich melden, weil dies zuvor versäumt wurde.. Dann werden ihr Ungereimtheiten in ihrem Lebenslauf nachgewiesen und nun auch soll sie für ihr Buch auch noch woanders abgeschrieben haben. Alles für sich genommen sind das eigentlich keine große Sachen. Die meisten haben schon mal die einen oder anderen Einkünfte „vergessen“ anzugeben, haben in ihrer Vita die eine oder andere „Lücke“ oder irgendwo mal was abgeschrieben – und sei es bei einer Klassenarbeit. Aber mal ehrlich: Jedem, der bei zumindest einem der Punkte nicken kann, ist doch immer klar gewesen, dass das nicht korrekt ist. Da wird nicht geweint und schon gar nicht gejammert. Doch was machen die Grünen, was macht Baerbock? Sie reden von Demontage, von Rufmord.

Die Grünen und ihre Kandidatin kommunizieren in Sachen Plagiatsvorwürfe im Kindergarten-Stil, meint MEEDIA-Redakteurin Claudia Bayer.

Irgendwie erinnert das alles an einen Kindergarten. „Entschuldigung, da hätte ich besser aufpassen müssen …, „das habe ich nicht gewusst“ … Mit solchen Entschuldigungen versuchen sich Kinder aus brenzlichen Situationen zu winden. Aber eine Kanzlerkandidatin? Die dazu noch einer Partei angehört, die in jedem zweiten Satz den Begriff Transparenz bemüht? Reicht da wirklich ein kurzes „Entschuldigung“, gepaart mit einer Nachbesserung? Und das Jammern, die Medien hätten es nur darauf abgesehen ihre Kandidatin zu demontieren? Naja, ein Schuldiger muss ja gefunden werden. Das ist im Kindergarten auch so. Niemand will es am Ende gewesen sein. „Der hat schuld …„ ist ein immer wieder gern zitierter Satz. Wie wäre es, wenn man die Schuld mal bei sich selbst sucht? Und es dann besser macht – von vornherein? Dann braucht sich auch keiner zu entschuldigen. Und aus Kommunikations- und Kampagnensicht ist das Verhalten der Grünen und ihrer Kandidatin katastrophal. Das Publikum schätzt reuige Sünder. Wer aber mit dem Finger auf andere zeigt und versucht, offensichtliches Fehlverhalten zu leugnen, darf nicht auf Applaus hoffen.

Wie dem auch sei, am Ende wird es ausgehen wie im richtigen Leben: die Streithähne werden wieder miteinander spielen. Herr Weber – also der mit den Plagiatsvorwürfen – wird seine Sandkuchen weiter backen und Annalena Baerbock wird wieder bei den „bösen“ Medien anrufen, wenn sie etwas zu sagen hat. So funktioniert das Spiel nunmal. Egal ob im Kindergarten, in der Wirtschaft oder in der Politik.

Anzeige