Anzeige

„Nie gab es mehr zu tun"

FDP wirbt im Wahlkampf 2021 wieder mit Christian Lindner

Die FDP setzt auch im Wahlkampf 2021 auf ihr – diesmal gereiftes – Zugpferd Christian Lindner – Foto: Daniel Rosenthal

Der Bundestagswahlkamp 2021 ist in vollem Gange. Jetzt hat die FDP mit einer Kampagne nachgelegt, die wie eine Fortsetzung der Kampagne aus 2017 wirkt.

Anzeige

Unter dem Motto „Nie gab es mehr zu tun“ starten nun auch die Freien Demokraten (FDP) mit einer Kampagne in den Wahlkampf 2021. Sie zeigt einen offensichtlich gereiften Christian Lindner, der auch dieses Mal wieder bewusst ungefiltert und hautnah wirken soll.

Damit erinnert die Kampagne stark an ihre Vorgängerin: 2017 lautete der Claim „Denken wir neu.“. Aber das scheint auch schon so ziemliche das Einzige zu sein, wodurch sich die Kampagnen unterscheiden.

FDP-Wahlspot 2017

Auch vor vier Jahren waren der Main-Spot und die Kampagnenbilder vom Dokumentar-Fotografen Oliver Rosenthal geshootet worden. Auch damals als Teil einer umfassenden Reportage über Lindner.

Der Unterschied: In diesem Jahr wurde Lindner anscheinend (der Spot soll noch folgen, dann wird man es endgültig wissen) nicht im Unterhemd und beim Rasieren abgelichtet, sondern deutlich gereifter, während seiner politischen Arbeit. Der Stil ist aber derselbe. Die Motive sind in Schwarz/Weiß gehalten, farblich setzt sich nur das FDP-Logo ab.

Diese Ähnlichkeit hat übrigens Kalkül. Die FDP will bewusst nicht auf auf Showeffekte, sondern auf Konsistenz und Kontinuität setzen. Denn das sei es, was in der politischen Kommunikation unterbewertet wird. Dementsprechend wollen die FDP mit der neuen Kampagne neben ihren Marken „Christian Lindner“ und die „Freien Demokraten“ auch ihrer kommunikativen Linie auf Bundeseben treu bleiben und die Realität sprechen lassen. Ungephotoshoped und ungefiltert.

Auch der Claim baut auf der Kampagne aus 2017 auf, denn die Themen, die damals angesprochen wurden, sind heute noch dieselben. Allerdings nicht im Hinblick darauf, dass es niemanden interessiert, sondern eher als Erinnerung daran, dass die Themen, die heute relevant sind, die Freien Demokraten bereits vor vier Jahren auf der Agenda hatten. Und dass diese Themen noch immer nicht wirklich angepackt wurden.

Um das zu unterstreichen, werden auch in diesem Kampagnenjahrgang die Inhalte des Wahlprogramms ausführlich abgedruckt.

Eben diese Plakate wurden zum Kampagnenlaunch im Hans-Dietrich-Genscher-Haus als Großflächen und im A0-Format vorgestellt. Ansonsten soll die Kommunikation hauptsächlich – das war ebenfalls 2017 schon so – digital first ausgesteuert werden. Für die kommenden Monate sind zahlreiche Social-Media-Maßnahmen angekündigt. Außerdem wird – wie bereits erwähnt – ein TV-Spot folgen, um die maximale Reichweite zu generieren.

Anzeige