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Medienbericht

ARD berät über weniger Politformate

Das Medienmagazin "Übermedien" berichtet, dass es in der ARD Überlegungen gibt, Politik-Magazine – wie "Kontraste" oder "Panorama" – seltener auszustrahlen. Stattdessen sollen mehr Dokus laufen.

Das Medienmagazin "Übermedien" berichtet, dass es in der ARD Überlegungen gibt, Politik-Magazine – wie "Kontraste" oder "Panorama" – seltener auszustrahlen. Stattdessen sollen mehr Dokus laufen. Foto: NDR/ Hendrik Lüders

Das Medienmagazin „Übermedien“ berichtet, dass es in der ARD Überlegungen gibt, Politik-Magazine – wie „Kontraste“ oder „Panorama“ – seltener auszustrahlen. Stattdessen sollen mehr Dokus laufen.

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Die Überlegungen sollen die Formate „Panorama“, „Kontraste“, „Monitor“, „Report Mainz“, „Report München“ und „Fakt“ betreffen, berichtet „Übermedien„. Sie sollen künftig 11- statt 15-mal pro Jahr ausgestrahlt werden. Darüber zumindest sollen sich laut Bericht die Intendant*innen beraten. Hinter den Plänen soll die Sendezentrale des Ersten in München stehen.

Im Gegenzug sollen die Redaktionen der Formate Dokumentationen anstelle der Magazine liefern. „Je zwei pro Format und Jahr“, schreibt „Übermedien“. Auch steht zur Diskussion den Doku-Sendeplatz „Die Story im Ersten“ aufzugeben. Jeden Montag wird dort nach den „Tagesthemen“ eine Dokumentation ausgestrahlt.

Der Deutsche-Journalisten-Verband (DJV) lehnt die Pläne ab. Frank Überall, DJV-Bundesvorsitzener, sagt: „Wir wenden uns entschieden gegen jeden Versuch, die schon vor Jahren reduzierten Polit-Magazine der ARD weiter einzudampfen“. Im Jahr 2006 wurden die Formate von 45 auf 30 Minuten verkürzt.

Auch Georg Restle, Redaktionsleiter von „Monitor“, äußerte sich auf Twitter zu den Überlegungen. In der Kürzung sehe er „einen Angriff auf die regelmäßige regierungskritische investigative Berichterstattung“, wie er auf dem auf sozialen Netzwerk schreibt.

Auf „Übermedien“-Anfrage bestätigte ein ARD-Programmdirektion-Sprecher die Informationen nicht. Allerdings erklärte ein Sprecher, dass der „dokumentarische Bereich“ in der Mediathek ausgebaut werden soll.

ls

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