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Neue Eigentümer

RTL Group verkauft Belgien-Geschäft für 250 Millionen Euro

Die RTL Group Zentrale in Luxemburg – Foto: RTL Group

Die RTL Group verkauft die belgische Tochter für 250 Millionen Euro an DPG Media und Groupe Rossel. Der Verkauf stehe, so RTL-Group-COO Elmar Heggen, „im Einklang mit unserer Strategie“. Erst im Dezember hatte man RTL Belgium komplett übernommen.

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Die RTL Group trennt sich von ihrem Belgien-Geschäft. Neuer Eigentümer der französischsprachigen Radio- und Fernsehgruppe RTL Belgium werden der Herausgeber der Zeitung „Le Soir“, die Rossel-Gruppe und die flämische DPG Media. Dies teilte RTL am Montag in Luxemburg mit. Der Verkaufspreis betrage 250 Millionen Euro.

Elmar Heggen, COO und stellvertretender CEO der RTL Group, sagt in der Mitteilung, dass die crossmediale Aufstellung von DPG Media und Groupe Rossel ein Vorteil für die weitere Entwicklung von RTL Belgium sei. „Der Verkauf steht im Einklang mit unserer Strategie und ist die beste strategische Option für RTL Belgium, seine engagierten Mitarbeiter und unsere Aktionäre“, so Heggen.

RTL Group richtet sich strategisch neu aus, etwa in den Niederlanden und Frankreich

Als Mehrheitseigentümer hatte sich die RTL Gruppe erst Anfang Dezember die restlichen 34 Prozent an RTL Belgium gesichert, nachdem man 33 Jahre lang die Mehrheit daran gehalten hatte. Zu dieser gehören die TV-Sender RTL-TVI, Club RTL und Plug RTL, die Radiosender Bel RTL, Radio Contact und der digitale Sender Mint. Sofern die Aufsichtsbehörden dem Deal zustimmen, soll dieser im vierten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein.

Die Konsolidierung auf dem europäischen TV- und Medienmarkt setzt sich damit fort: Zuletzt hatte sich die RTL Group strategisch neu ausgerichtet. In den Niederlanden fusionierten RTL Nederland mit Talpa Network, um der globalen Konkurrenz wie etwa Netflix oder Disney+ die Stirn bieten zu können (MEEDIA berichtete). Der Deal folgt der Strategie von RTL Group- und Bertelsmann-CEO Thomas Rabe, „nationale Champions“ zu schaffen.

Auch im Nachbarland Frankreich wollen die privaten Fernsehunternehmen TF1 und M6 nach längerer Spekulation zusammengehen, um eine stärkere Position im internationalen Wettbewerb zu haben.

dpa / tb

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