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Fredrichs neuster Streich

„Katapult“ gründet eigene Journalistenschule

Katapult-Gründer Benjamin Fredrich plan eine Journalistenschule in Greifswald

"Katapult"-Gründer Benjamin Fredrich plan eine Journalistenschule in Greifswald Logo: Katapult-Verlag

„Größer als Springer, besser als Nannen!“ – Der Gründer des „Katapult Magazins“ und der Lokalzeitung „Katapult-MV“, Benjamin Fredrich, hat bekanntgegeben, dass in Greifswald eine Journalistenschule entstehen soll.

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In einem eigenen Blogeintrag schreibt Fredrich, dass „Katapult“ eine eigene Journalistenschule plant. Es sei „das Wichtigste, Größte und Bedeutendste, das wir bisher gestartet haben“. Fredrich positioniert sich nach eigenen Aussagen gegen Springer, Burda und Madsack, nur „eben ohne die ganze Boulevardgrütze“, wie er in dem von ihm bekannten Duktus kundtut. Ein weitere Grund für den Schritt sei das Ost-West-Ungleichverhältnis. „Der Deutsche Journalistenverband listet genau 23 Journalistenschulen in Deutschland auf“, ist auf der „Katapult“-Seite zu lesen, eine einzige davon befinde sich im Osten. Gemeint ist die Leipzig School of Media. Ganz korrekt ist das nicht. Aus der Liste des DJV ergeben sich noch die Mitteldeutsche Journalistenschule in Mittweida, Sachsen, die Hallesche Europäische Journalistenschule für Multimediale Autorschaft und die EMS – Electronic Media School in Potsdam, die Hochschulstudiengänge sind hier noch nicht mitgezählt. Der Fakt bleibt aber, dass generell an Journalistenschulen wenig bis keine Ostdeutschen ausgebildet werden, wie das „Medium Magazin“ bereits Ende 2019 recherchierte.

41 Schüler*innen, bis zu 10 Dozent*innen

Es gibt bereits auch einen ersten Meilenstein, den man sich vorgenommen hat, Man orientiert sich an der Konkurrenz: „Springer bildet 40 Leute pro Jahr aus, also ist unser Ziel klar: 41.“ Das neue Verlagsgebäude, das neben der Schule auch die „Katapult“ und die „Katapult-MV“-Redaktion beherbergen soll, wird laut Fredrich nicht für diese Anzahl an Schülern ausreichen. Eine Erweiterung sei deswegen bereits in Planung.

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Eine alte Schule ist das neue Verlagsgebäude. Hier soll in Teilen auch die Journalistenschule ihren Platz finden, so Fredrichs Pläne.
Eine alte Schule ist das neue Verlagsgebäude. Hier soll in Teilen auch die Journalistenschule ihren Platz finden, so Fredrichs Pläne. Foto: Ole Kracht

Seinen Beitrag nutzt der Verlagsgründer gleich als kombinierte Stellenausschreibung, Kooperationsanfrage und Fördergeldantrag. Man bräuchte „sechs bis zehn Lehrer:innen und eine liebe Schuldirektorin“, könne sich eine Zusammenarbeit mit den Hochschulstandorten in Mecklenburg Vorpommern vorstellen und die Unterstützung des Landes.

Weitere Lokalzeitungen geplant

Und Fredrich kündigt an, dass es nicht bei einem „Katapult-MV“ bleiben müsse. Mit der Journalistenschule im Rücken wäre „auch in den 15 übrigen Bundesländern eine Lokalausgabe“ denkbar.  

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Hier geht es zum Blogeintrag auf katapult-magazin.de

ts

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