Anzeige

Die Brutto-Werbeumsatz-Statistik von Nielsen

Vor allem dank TV: Deutscher Werbemarkt dreht wieder ins Plus

Gute Nachrichten: Die von Nielsen erfassten deutschen Medien setzten in den Monaten Januar bis Mai immerhin 0,2 Prozent mehr mit Werbung um als im Vorjahr. Das größte Plus geht auf das Konto der Fernsehsender.

Anzeige

13,41 Milliarden Euro setzten die von Nielsen erfassten deutschen Medien und Vermarkter in den ersten fünf Monaten des Jahres 2021 brutto mit Werbung um. Das sind 0,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Immerhin. Damit dreht der deutsche Werbemarkt wieder zurück ins Plus, in den kommenden Monaten könnte es angesichts niedriger Infektions- und hoher Impfzahlen hoffentlich noch besser laufen.

Die Mediengattung mit dem größten Zuwachs ist das Fernsehen: Mit 5,80 Milliarden Euro liegen die Sender deutliche 7,8 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, steigerten ihren Werbemarktanteil auf 46,6 Prozent. Ebenfalls klar im Plus: Online und Mobile mit einem Plus von 5,9 Prozent.

Alle anderen Gattungen bleiben vorerst im Minus: die Zeitungen mit 6,3 Prozent weniger als im Vorjahr, die Publikumszeitschriften mit 6,5 Prozent, das Radio mit 9,4 Prozent, Out-of-Home-Werbung mit 9,9 Prozent und Direct Mailing mit 12,6 Prozent. Die Kinowerbung liegt noch 100,0 Prozent unter dem Vorjahr, doch auch da ist ja ein Ende der Kinoschließungen in Sicht, bzw. vereinzelt schon vollzogen.

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Branchen und Segmente und den Werbedruck sind sie dennoch.

Anzeige