Anzeige

Frankreichgeschäft

G+J verkauft Prisma Media an Vivendi

buttlar

Das G+J-Gebäude in Hamburg – Foto: Imago / Westend61

Gruner + Jahr trennt sich von seiner französischen Magazinsparte. Am Montag wurde das Tochterunternehmen Prisma Media an den französischen Medienkonzern Vivendi verkauft, wie das Medienunternehmen mitteilte. Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt.

Anzeige

Von Vivendi hieß es in einer Mitteilung, man wolle durch den Kauf von Prisma Media mit 1200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Aktivitäten im Mediensektor stärken. Prisma Media gilt als führender Publikumszeitschriftenverlag in Frankreich, bekannte Titel sind „Femme Actuelle“, „Geo“ und „Télé-Loisirs“.

Damit zieht sich G+J, wozu Marken wie „Stern“, „Capital“ und „Gala“ gehören, aus einem weiteren Zeitschriftenmarkt im Ausland zurück. Schon länger ist anvisiert, sich auf den heimischen Markt zu konzentrieren. Auch aus den Märkten unter anderem in den Niederlanden, Spanien und Österreich hatte sich der Verlag schon zurückgezogen.

Engere Zusammenarbeit von G+J und RTL wird geprüft

Zurzeit wird eine noch engere Zusammenarbeit von G+ J mit der Mediengruppe RTL geprüft. Wie genau diese aussehen und ob es gar eine Fusion geben könnte, ist noch unklar. Bertelsmann hält auch die Mehrheit der Anteile an der RTL Group (MEEDIA berichtete).

Im vergangenen Jahr lag der Umsatz des Hamburger Zeitschriftenverlags bei rund 1,14 Milliarden Euro. Corona-bedingte Rückgänge bei Werbung und Vertrieb hatten die Erlöse geschmälert. Das entspricht einem Rückgang von gut 16 Prozent zum Vorjahr 2019 mit rund 1,36 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank um 30 Millionen Euro auf 127 Millionen Euro.

Anzeige