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Ken Jebsen

Berliner Verfassungsschutz beobachtet „KenFM“

Ken Jebsen (r.) zusammen mit "Querdenken"-Gründer Michael Ballweg – Foto: imago images / Arnulf Hettrich

Laut Recherchen von WDR, NDR und „Süddeutsche Zeitung“ stuft der Berliner Verfassungsschutz die Plattform „KenFM“ seit März als Verdachtsfall ein. Hinter der Seite steckt der ehemalige RBB-Moderator Ken Jebsen.

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Die Plattform „KenFM“ existiert seit 2012. Ihr Gründer Ken Jebsen – bürgerlich: Kayvan Soufi-Siavash – war zuvor zehn Jahre beim RBB und wurde 2011 infolge von Antisemitismus-Vorwürfen entlassen. Der Sender verwies damals darauf, dass Jebsen nicht als festangestellter Mitarbeiter beschäftigt gewesen sei. Außerdem hätten zahlreiche seiner Beiträge nicht den journalistischen Standards entsprochen.

Seither hat sich Ken Jebsen als „alternativer“ Blogger und YouTuber einen Namen gemacht. Kritiker werfen ihm gleichwohl vor, Antisemitismus und Verschwörungstheorien zu verbreiten. Bereits Ende vergangenen Jahres hat YouTube seinen Kanal wegen Verstößen gegen die Corona-Richtlinien stillgelegt. Jebsen soll medizinische Falschinformationen verbreitet haben (MEEDIA berichtete).

Laut WDR, NDR und „SZ“ sieht das auch der Verfassungsschutz so. Demnach halte die Behörde „KenFM“ für eine Plattform, die Falschinformationen und Desinformationen verbreite und damit die Radikalisierung der sogenannten „Querdenker“-Szene vorantreibe, heißt es.

bek

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