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Angriff auf dem Streaming-Markt

Ufa-Chef Nico Hofmann kooperiert mit dem „Spiegel“

Ufa-CEO Nico Hofmann Foto: Ufa

Nico Hofmann, Chef der Filmproduktionsfirma Ufa, greift weiter auf dem Streamingmarkt an. Die zur Bertelsmann gehörende Gesellschaft kooperiert mit dem „Spiegel“, um ausgewählte Inhalte des Nachrichtenmagazins als Vorlage für Serien und hochwertige Filme zu nutzen.

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Ob der Mordversuch an dem russischen Oppositions-politiker Alexej Nawalny oder der Absturz des Germanwings-Flugs 9525 im Jahr – umfangreich und detailgetreu berichtet das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ über Großereignisse. Jetzt will die zum Bertelsmann-Konzern gehörende TV-Produktionsgesellschaft Ufa mit dem Nachrichtenmagazin zusammenarbeiten, um Geschichten daraus zu verfilmen. Das gaben beide Unternehmen bekannt.

„Der ‚Spiegel‘ steht seit fast 75 Jahren für unabhängigen, investigativen Journalismus. Die Ufa hat in den vergangenen 100 Jahren mit erzählerischer Kraft eindrucksvolle Bilder geschaffen. Gemeinsam könnte daraus etwas Großes werden: ‚Spiegel“-Stories fürs Fernsehen und zum Streamen“, sagt „Spiegel“-Chefredakteur Steffen Klusmann zur Zusammenarbeit.

Ufa und „Spiegel“ wollen hochwertige Filme und Serien liefern

Von der Offensive profitiert vor allem die Ufa, die dadurch ihren Bereich Dokumentationen ausbauen kann. „Die exzellenten investigativen Recherchen des ‚Spiegel‘ sind oftmals prädestiniert für die filmische Umsetzung. Sie liefern den Stoff für große bewegende Geschichten, die wir gemeinsam mit den Dokumentationsexperten von ‚Spiegel TV‘ produzieren wollen“, sagt Ufa-Chef Nico Hofmann. „Wir sind überzeugt, dass die Marken ‚Spiegel‘ und Ufa gemeinsam eine Strahlkraft entwickeln können, die für potentielle Auftraggeber und ein großes Publikum interessant sein wird. 

Ziel der Kooperation zwischen Ufa und dem „Spiegel“ sei es, ausgewählte Stoffe des Nachrichtenmagazins zu verfilmen, um hochwertige Filme oder Serien zu produzieren, heißt es.

Hintergrund hierfür ist vor allem der wachsende Markt der Streaming-Anbieter. Ob TV Now (künftig RTL+) oder Netflix – die Nachfrage nach attraktiven Bewegtbild-Inhalten nimmt zu. Erst jüngst produzierte die Ufa den Skandal um den Finanzdienstleister Wirecard, der anschließend auf der zur RTL Group gehörenden Streaming-Plattform TV Now gezeigt wurde.

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