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Übernahmegerüchte

Amazon könnte Filmstudio MGM für 9 Milliarden Dollar kaufen

Foto: Amazon

Wird es der letzte Paukenschlag von Jeff Bezos? Wie amerikanische Medien übereinstimmend berichten, befindet sich Amazon seit Wochen in Übernahmegesprächen mit dem ikonischen Hollywoodstudio MGM. Als Kaufpreis sind 9 Milliarden Dollar im Gespräch.

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Die letzte Großübernahme von Amazon ist vier Jahre her. 2017 war es, als der Internet-Pionier mit der 13,7 Milliarden Dollar schweren Akquisition der Biosupermarktkette Whole Foods überraschte. Vier Jahre später könnte der wertvollste Internetkonzern nun vor der zweitgrößten Übernahme seiner Konzerngeschichte stehen: Wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichten, soll sich Amazon seit Wochen in Übernahmegesprächen mit MGM Holdings befinden.

MGM, die Kurzform für Metro-Goldwyn-Mayer, ist eine Branchenikone. Die 1924 gegründete Filmproduktions- und -verleihgesellschaft gilt als Inbegriff der goldenen Hollywood-Ära. Das Studio mit dem brüllenden Löwen im Vorspann ist etwa für Filmklassiker wie „Ben Hur“, „Doktor Schiwago“, „Rocky“ oder die „James Bond“-Filme verantwortlich.

Kaufpreis bis zu 10 Milliarden Dollar

Von der Corona-Pandemie gebeutelt, hat MGM Ende vergangenen Jahres einen Verkauf erwogen und dabei einen Kaufpreis von mindestens 5,5 Milliarden Dollar aufgerufen, wie das „Wall Street Journal“ seinerzeit berichtete.

Ein knappes halbes Jahr später könnte eine Akquisition schon bis zu 80 Prozent mehr kosten, wie das Premium-Techportal The Information (als Kaufpreis wird eine Summe zwischen sieben und zehn Milliarden genannt) als auch das Branchenorgan Variety, das von einem Preisschild über neun Milliarden Dollar erfahren haben will, berichten.

Kronjuwel im Streaming-Wettkampf

Insgesamt bringt es MGM auf ein Filmarchiv von mehr als 4000 Titeln im Umfang von 17.0000 Stunden TV-Material, das entsprechend bei den großen Spielern auf dem boomenden Streaming-Markt für Begehrlichkeiten sorgen könnte.

Noch interessanter für einen der großen Streaming-Player dürfte MGMs Seriensammlung sein, die etwa Hits wie „Fargo“, „The Handmaid’s Tale“ beziehungsweise Reality-TV-Shows wie „Shark Tank“, „The Hills“ oder „Survivor“ umfasst und entsprechend gut zum Angebot von Amazon Prime passen könnte.

Streaming Nummer zwei nach Netflix

Allein im vergangenen Jahr soll der Internet-Gigant nach Angaben von „Variety“ mehr als elf Milliarden Dollar für das Content-Angebot bei Amazon Prime investiert haben – ein Plus von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit über 175 Millionen Nutzern hat sich Amazon Prime nach Netflix als zweitgrößter Streamingdienst etabliert.

Disney+ folgt mit 104 Millionen Abonnenten auf Platz drei. Für Apple TV+ wurden jüngst 40 Millionen Abonnenten kolportiert – mehr als die Hälfte davon sollen sich allerdings noch in der kostenlosen Testphase befinden. Auch Apple wurde bereits ein Interesse an MGN nachgesagt, um das bislang dünne Content-Angebot aufzubessern.

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