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Berichterstattung zu #allesdichtmachen

„Tagesspiegel“ entschuldigt sich für „handwerkliche Fehler“

Die Berichterstattung des „Tagesspiegel“ über ein angeblich „antidemokratisches Netzwerk“ hinter der Aktion #allesdichtmachen hat für einige Kontroversen gesorgt. Nun entschuldigt sich die Zeitung öffentlich.

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In einem am Dienstag auf „tagesspiegel.de“ veröffentlichten Beitrag räumt die Redaktion „handwerkliche Fehler“ in ihrer Berichterstattung ein – und entschuldigt sich. Unter anderem ist zu lesen: „Diese Recherchen (über #allesdichtmachen – Anm. d. Red.) haben zahlreiche neue Hintergründe aufgezeigt, wurden vielfältig zitiert und wir führen sie weiter. Allerdings sind uns dabei auch handwerkliche Fehler unterlaufen, für die wir um Entschuldigung bitten.“

Konkret entschuldigt sich der „Tagesspiegel“ für die Formulierung „antidemokratisches Netzwerk“ – die mittlerweile aus dem entsprechenden Bericht getilgt wurde – sowie für den Umgang der Zeitung mit dem Mediziner Paul Brandenburg, der zu den Hauptprotagonisten des Beitrags zählt. Ihm wirft der „Tagesspiegel“ vor, mehrfach in alternativen Medien aufgetreten zu sein und Verbindungen zur sogenannten „Querdenker“-Szene zu haben. Nun räumt die Zeitung ein, Brandenburg im Rahmen der Berichterstattung nicht um ein Statement gebeten zu haben, was „eigentlich ein journalistisches Muss“ („Tagesspiegel“) gewesen wäre.

Außerdem erklärt der „Tagesspiegel“, wie es zur Zusammenarbeit mit dem „Netzwerk Antischwurbler“ gekommen sei. Unter anderem heißt es: „Das Netzwerk ist eine Gruppe von derzeit acht Personen. Darunter befinden sich mehrere, die im vergangenen Jahr zunächst selbst Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen besucht haben, dort nach eigener Aussage über die Zusammensetzung der Teilnehmer erschraken.“ Das Netzwerk sei demnach auf den „Tagesspiegel“ zugekommen und habe eine Kooperation angeboten.

bek

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