Anzeige

Neuer Micro-Payment-Dienst

Twitter Tip Jar: User können künftig Trinkgeld geben

Twitter Vogel

Foto: Twitter / Screenshot

Mit Tip Jar erweitert Twitter die Interaktionsmöglichkeiten der User untereinander. Die Micro-Payment-Funktion bietet die Möglichkeit, einen beliebigen Betrag an Personen zu senden, die im Sinne des Spenders relevante und wertvolle Inhalte erstellen.

Anzeige

Damit wird möglich, was auf anderen Plattformen schon Usus ist: Theoretisch lässt sich mit Twitter künftig Geld verdienen. Twitter spricht in dm Zusammenhang von „Wertschätzung innerhalb der Community, die über die üblichen Follows, Retweets und Likes hinausgeht“. Und so geht’s: Wer etwas Trinkgeld („Tip“) dalassen will, geht einfach auf das Profil der Person, die man unterstützen möchte und wählt das Tip Jar-Symbol, das sich neben dem Follow-Button befindet. Im Anschluss wird er an einen Zahlungsdienst weitergeleitet; neben PayPal zählen hierzu aktuell Bandcamp, Cash App, Patreon und Venmo.

Die Funktion ist für’s Erste allerdings auf das englischsprachige Twitter und dort auf eine Gruppe aus Creators, Journalisten, Experten und Non-Profit-Organisationen begrenzt. Twitter Tip Jar soll aber sukzessive ausgebaut werden. „Im weiteren Verlauf wird Tip Jar auch in anderen Ländern und entsprechend für alle Twitter-Nutzerinnen mit iOS und Android zur Verfügung stehen“, teilt das Unternehmen mit. Interessant zu beobachten dürfte in dem Zusammenhang sein, was die jeweiligen Spender als „relevante und wertvolle Inhalte“ definieren.

Denn schon heute ist Twitter auch ein Hort der Aggressionen, in dem nicht selten Nutzer weniger wegen ihrer Relevanz denn für ihre Lautstärke zu einer gewissen Popularität gelangen. „Das, was emotionaler ist und vor allem das, was negativ emotional ist, ranked besser“, sagte jüngst die ARD-Journalistin und Autorin Nicole Diekmann im MEEDIA-Interview zu ihrem Buch „Die Shitstorm-Republik“. Und weiter: „Wir sind also erfolgreicher und sichtbarer mit negativen Kommentaren bis hin zu Hass-Kommentaren.“ Ob das auch für das Twitter-Trinkgeld gilt, wird sich zeigen.

bek

Anzeige