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Neu geschaffene Position

Claudius Senst wird CEO der „Bild“- und „Welt“-Gruppe

Claudius Senst – Foto: Daniel Seung Lee

Erst im November 2020 hat Claudius Senst die Position als COO bei Insider Inc. angetreten, nun macht er einen nächsten Karriereschritt. Spätestens zum 1. Juli 2021 wird er CEO der „Bild“- und „Welt“-Gruppe, wie Axel Springer am Montag mitteilte.

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In der neu geschaffenen Stelle übernimmt Claudius Senst die Verantwortung für den gesamten Publishing-Bereich – Print, Digital, TV und Audio – beider Markengruppen von Springer. Sein Fokus wird demnach auf dem Bereich Wachstum liegen. Künftig wird er direkt an Jan Bayer, Vorstand News Media, berichten.

Erst im November hatte der 35-Jährige die Stelle als Chief Operating Officer von Insider Inc. angetreten. Laut Mitteilung bleibt er dem Tochterunternehmen auch in neuer Rolle verbunden und wird in deren Board of Directors einziehen. Senst bleibt Mitglied im Board von Morning Brew.

Senst stieg 2013 als Junior Executive und Vorstandsreferent bei Axel Springe ein. Drei Jahre später ging er in die USA, um dort das Beteiligungsportfolio des Berliner Medienkonzerns zu betreuen. Im Herbst 2017 folgte der Wechsel als Head of Subscriptions zu Insider Inc, seit November 2020 ist er COO des Unternehmens (MEEDIA berichtete).

Bayer sagt zur Personalie: „Claudius Senst hat bei Insider eindrücklich unter Beweis gestellt, dass er es versteht, wie das Geschäft mit Journalismus im digitalen Zeitalter mit einer klaren Positionierung sowie einer Besinnung auf Qualität und Innovation wachsen kann. ‚Bild‘ und ‚Welt‘ werden sehr von den Erfahrungen profitieren, die er in den USA sammeln konnte. Sein Wechsel fügt sich darüber hinaus hervorragend in unsere Strategie ein, unser Wissen über alle Marken und zwischen den Kontinenten zu vernetzen.“

Im Zuge der Ernennung von Senst ändert sich aber auch die Geschäftsführung bei der „Bild“-Gruppe. Hier geben die beiden „Bild“-Co-Chefs, Julian Reichelt und Andrea Würzbach, ihre Posten im Laufe des Sommers ab, um sich stärker auf ihre Rolle als Chefredakteure der roten Gruppe zu konzentrieren, heißt es. Denn die „Bild“-Gruppe plant unter anderem, ihr Bewegtbild-Angebot auszubauen. Sie will demnächst einen eigenen TV-Sender starten, wenn hierfür die notwendigen Genehmigungen vorliegen.

tb/lip

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