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Forschung und Wissen

Holtzbrinck Digital übernimmt US-Startup Ripeta

Julian Oei, CEO von Holtzbrinck Digital – Foto: Holtzbrinck

Holtzbrinck Digital übernimmt über seinen Wissenschaftsbereich Digital Science das US-Startup Ripeta. Laut Mitteilung handelt es sich dabei um einen „Pionier auf dem Gebiet der Verbesserung der Reproduzierbarkeit wissenschaftlicher Forschungsarbeiten“.

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Konkret sieht die Arbeit des Unternehmens so aus: Die KI-getriebene Software misst automatisiert, ob und wie gut eine wissenschaftliche Arbeit mit dem gleichen Resultat wiederholt werden kann. Dies passiert durch Identifikation und Überprüfung aller relevanten Merkmale. Laut Ankündigung sollen die Tools die Arbeit der Autor*innen enorm erleichtern. Den Kaufpreis für das Startup Ripeta teilt Holtzbrinck auf Nachfrage nicht mit. Sehr wohl aber den Zeitpunkt der Übernahme: die erfolgte kürzlich im 1. Quartal dieses Jahres.

Holtzbrinck Digital-CEO Oei verweist auf das Vertrauen in Forschung und deren Akzeptanz

„Die Frage nach der Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen“, sagt Julian Oei, CEO von Holtzbrinck Digital. „Sie ist entscheidend für das Vertrauen in die Forschungsarbeiten und damit deren Akzeptanz. Was nützt ein Forschungsergebnis, das sich nicht wiederholen lässt, weil zum Beispiel die Parameter der Experimente nicht exakt festgehalten wurden?“ Ripeta mache es möglich, Manuskripte auf die wichtigsten Kriterien effektiv und effizient zu prüfen und „steigert somit die Robustheit der Forschungsergebnisse“, so Oei.

Holtzbrinck Digital, der digitale Bereich der Holtzbrinck Publishing Group, hat in den vergangenen Jahren über Digital Science immer wieder in Services für die Wissenschaft investiert. Zum Portfolio gehören Marken wie Altmetric, CC Technology und Dimensions.

Im März 2020 hat man sich etwa an der US-amerikanischen Online-Jobplattform Scismic beteiligt. Das Unternehmen mit Sitz in Cambridge, Massachussets, möchte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Forschungseinrichtungen und –unternehmen global vermitteln (MEEDIA berichtete).

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