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Aktionsbündnis

Ad Girls Club will Frauen in der Werbewelt fördern

Lisa Eppel und Isabel Gabor (v.l.) – Foto: Ad Girls

Lisa Eppel von Scholz & Friends Berlin und Isabel Gabor von Grabarz XCT rufen zum ersten Meetup des jungen Aktionsbündnisses auf. Mit dem GWA ist ein weiteres Gespräch geplant.

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Der Sexismusskandal bei Scholz & Friends 2020 und die Diskussion um die „Schniedeljury“ des diesjährigen ADC waren wohl die entscheidenden Auslöser für den Ad Girls Club. Im Herbst gab es bereits ein geheimes Treffen mit dem GWA, vor zwei Wochen eine klare Positionierung zur ADC-Jury und vor wenigen Tagen ein Gesichtzeigen bei „wuv“. Die Gesichter sind Lisa Eppel von Scholz & Friends Berlin und Isabel Gabor von Grabarz XCT. Die Reaktion auf den ersten Medienbericht? Sehr positiv.

„Wir waren überglücklich über die Resonanz. Uns schlägt sehr viel Wertschätzung entgegen“, sagt Eppel. Diesen Schwung wollen die beiden, zu der eigentlich eine dritte Verbündete gehört (die aber derzeit anonym bleiben will), nutzen und haben für übernächste Woche, am 20. April, das erste Online-Meetup angesetzt. „Teilnehmen können alle interessierten Menschen, je mehr desto besser“, sagt Gabor. „Wir wollen herausfinden, was den Leuten besonders wichtig ist, und Ideen sammeln, wie wir einen größeren Einfluss und Aktionsradius bekommen. Meetups sollen künftig regelmäßig stattfinden und auch zu verschiedenen Themen.“ Der Ad Girls Club sei offen für alle FINTA*, die Diskriminierung in welcher Form auch immer erleben. „Wir setzen uns für intersektionalen Feminismus ein.“ Die Abkürzung FINTA steht für Frauen, Inter, Nicht-Binär, Trans, Agender.

Aktuell generiert sich die Reichweite vor allem dank der AdGirls-Channel auf Instagram (circa 2.400 Follower) und LinkedIn. Eine Website ist auch geplant, sie soll so schnell wie möglich entstehen und frei geschaltet werden. Das zackig-kreisrunde Logo übrigens erinnert stark an das frühere ADC-Logo.

Logo des Ad Girls Club – Foto: AGC

Was den GWA angeht, so fand ein Gespräch mit Larissa Pohl, die im Vorstand des Branchenverbands für das Thema Diversity zuständig ist, und Präsident Benjamin Minack statt. „Wir bieten dem Verband auf jeden Fall unsere ganze Unterstützung an. Wir möchten dem GWA dabei helfen, in Sachen Diversity voranzukommen“, sagt Gabor. Das nächste Gespräch mit Larissa Pohl ist auch schon geplant.

rk

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