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Medien-Startup "VierNull"

Ex-„RP“- und „WZ“-Journalisten starten werbefreies Medium für Düsseldorf

Mit "VierNull" startet ein neues Medien-Start-up in Düsseldorf – Foto: "VierNull"

„VierNull“ heißt ein neues Medien-Startup, das sich im Düsseldorfer Lokaljournalismus behaupten will. Die Konkurrenz ist mit der „Rheinischen Post“ und der „Westdeutschen Zeitung“ namhaft. Die Köpfe hinter dem Projekt sind allerdings keine Anfänger.

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Ohne Werbung. Ohne Stimmungsmache. Ohne Trash. So lautet die markige Ankündigung der Macher von „VierNull“, einem neuen journalistischen Angebot für Düsseldorf. Ab Mai will das Portal von montags bis freitags „unabhängig, konstruktiv und werbefrei“ über Politik, Umwelt, Wirtschaft sowie die bunte Welt dazwischen berichten. Statt auf Anzeigen setzt das Angebot auf Mitgliedsbeiträge und Unterstützer*innen.

Dahinter stehen keine Nobodys, sondern erfahrene und gestandene Lokaljournalisten aus Düsseldorf: Das Duo Hans Onkelbach und Christian Herrendorf, beide haben als Redakteure und Redaktionsleiter der „Rheinischen Post“ und „Westdeutschen Zeitung“ über viele Jahre lokaljournalistische Erfahrungen in Düsseldorf gesammelt – und verfügen über ein weit verzweigtes Netzwerk. Hinzu kommen der Fotograf Andreas Endermann, künftig für die Optik des Angebots verantwortlich, und Boris Bartels, Geschäftsführer der Agentur Dreimarketing, der für das Marketing verantwortlich zeichnet.

„Rums“, „Katapult“ und Co: Projekte wollen die lokale Vielfalt fördern

„VierNull“ ist nicht das erste digitale Lokalangebot in jüngster Zeit: Vor etwa einem Jahr ist „Rums“ gestartet, das unter der Redaktionsleitung von Ralf Heimann über Münster berichtet. Erst letzte Woche kündigten die Macher*innen von „Katapult“ an, eine neue Lokalzeitung für Mecklenburg-Vorpommern zu starten (MEEDIA berichtete). Was die Angebote eint: Sie sind werbefrei, von den Leser*innen unterstützt und reagieren mit ihren Portalen auf die Entwicklungen im Lokaljournalismus. Nämlich dass vielerorts Redaktionen verkleinert werden und damit meist auch die journalistische Qualität leidet.

Ähnlich argumentiert das Quartett von „VierNull“. Das Medienangebot in der Landeshauptstadt sei merklich geschrumpft. „Wir meinen daher, es braucht weitere Informationen und Impulse für die Meinungsbildung“, heißt es auf der Homepage. Der Untertitel der Seite lautet daher konsequenterweise „Mehr Düsseldorf“.

Crowdfunding soll nun den finalen Schritt möglich machen

Wie das Angebot aussehen wird, benennen Onkelbach, Herrendorf und Co. auch schon: einen Morgen-Newsletter, pro Wochentag mindestens einen Artikel aus einem der Themenbereiche und ein Nachrichtenüberblick am Abend.

Für die bisherigen Schritte des Projekts ist schon „viel Geld“ investiert worden. Jetzt braucht es für den finalen Schritt, also dem Start der Seite, die Unterstützung der Crowd. Auf der Plattform „Startnext“ sammelt das Team Geld ein, um „notwendige Investitionen“ für das Online-Angebot zu finanzieren. Dazu gehören Gestaltung, Programmierung und Redaktionssystem der Seite, Honorare für Autor*innen und Fotograf*innen sowie Anfangskosten für Büromiete, Versicherungen und Hardware. 40.000 Euro sollen bis Mitte Mai zusammenkommen.

Und wer sich jetzt womöglich noch fragt, was es mit dem Namen „VierNull“ auf sich hat. Die Postleitzahlen von Düsseldorf beginnen alle mit 40.

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