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Studie "Die Zeitung der Zukunft"

Multi-Channel und Werbung mit Mehrwert: Das erwarten Leser von ihrer Regionalzeitung

Printzeitungen am Kiosk

Foto: Pixabay

Der Crossmedia-Vermarkter Score Media Group hat sich in einer Studie mit dem Thema „Die Zeitung der Zukunft“ beschäftigt. Konkret geht es um Nutzungsformen und die Erwartungshaltung der Leser an die regionale Tageszeitung. Vereinzelt sind die Ergebnisse durchaus erfreulich.

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Über 4000 Befragte haben Score Media Group Auskunft zu ihren Erwartungen an eine regionale Zeitung gegeben. Vier von fünf Nutzern gaben etwa an, die Zeitungsinhalte bereits teilweise oder nur noch digital zu nutzen. Wenig überraschend: Der Trend geht klar zur Multi-Channel-Nutzung. In Zahlen: Mehr als ein Viertel der Befragten der Studie „Die Zeitung der Zukunft“ liest heute schon über mindestens drei Kanäle, Tendenz steigend.

Eine Kernforderung der Konsumenten ist zeitliche und örtliche Flexibilität. Der Anspruch ist klar: Holt uns ab, wo wir sind und das am besten so, dass wir auf unsere Art an eurem Angebot partizipieren können. Da wundert es kaum, dass laut Score Media Group die Tageszeitungsmacher zum Beispiel mit gut gemachten E-Paper-Angeboten punkten können. Auch bei denen, die aktuell noch gar keine E-Paper lesen. 44 Prozent derer gaben nämlich an, sich das perspektivisch durchaus vorstellen zu können.

„So kann das E-Paper gleichzeitig als Einstieg in den bezahlten Konsum journalistischer Inhalte auch im Web dienen und erfolgreich die Brücke zwischen analoger und digitaler Nutzung von Paid Content schlagen“, schlussfolgern die Macher der Studie. Bemerkenswert: Mehr als die Hälfte der Befragten waren nach der Präsentation eines E-Papers positiv überrascht – und berichteten von einem „Wow-Effekt“. 66 Prozent der 18- bis 29-Jährigen gaben daraufhin an, künftig auch das E-Paper lesen zu wollen.

Junge Leute sind bereit, für gute Inhalte zu bezahlen

Eine Nachricht aber dürfte die Verlage und Redaktionen besonders freuen: Über alle Altersgruppen und Angebotsformen (Print, E-Paper, kostenpflichtige Web-Angebote) hinweg, gaben 83 Prozent der Nutzer an, bereit zu sein, künftig für professionell vor Ort recherchierte und aufbereitete Inhalte Geld auszugeben. Mehr noch: Bei den unter 30-Jährigen waren es sogar 88 Prozent, also rund neun von zehn Befragten.

Abschließend noch eine Handvoll Fakten zum Thema E-Paper: 54 Prozent der Nutzer erwarten Verlinkungen zu Hintergrundinformationen (Web-Angebote: 50 Prozent), 52 Prozent wollen sich die Artikel vorlesen lassen (Web: 36 Prozent), 51 Prozent wünschen sich im E-Paper mehr individuelle Benutzereinstellungen (Web: 35 Prozent) und 45 Prozent wollen Artikel im E-Paper über die Spracheingabe suchen (Web: 34 Prozent). Und 56 Prozent der E-Paper-Leser erwarten Werbung, die einen Mehrwert liefert (Web: 52 Prozent). Jetzt muss die Branche nur noch liefern.

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