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Nachhaltigkeit

Mediaplus kämpft für Klimaneutralität im Werbemarkt

Serviceplan-CEO Florian Haller - Foto: Serviceplan

Die Serviceplan Gruppe will Klimaneutralität im Werbemarkt erreichen und bietet jetzt ihren Kunden an, die durch eine Kampagne entstehenden CO2-Emissionen auszugleichen. Federführend in der Agenturgruppe ist Mediaplus, verantwortlich für die Ausspielung der Kampagnen in sämtlichen Medien.

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Das Vorhaben läuft unter dem Namen Green GRP – das Kürzel steht für Gross Rating Point. Ein tradierter Begriff aus der Mediaplanung, der den Werbedruck einer Kampagne in der Zielgruppe angeben soll. Mit an Bord ist die Münchner Firma Climate Partner für die Errechnung der CO2-Emissionen und der entsprechenden Ausgleichsmaßnahmen sowie folgende Medienhäuser und Vermarkter: Ad Alliance, Bauer Advance, El Cartel Media, Funke Medien Gruppe, Hubert Burda Media, Media Impact, RMS, Seven.One Entertainment Group und Ströer.

Serviceplan-Chef Florian Haller bei der virtuellen Konferenz zum Green GRP. – Foto: Serviceplan

Florian Haller, CEO der Serviceplan Gruppe, sagt: „Unsere Vision ist, dass Markenwerbung in Deutschland und von dort ausgehend bald auch in anderen Ländern CO2-neutral wird. Rund 25 Mrd. Euro netto ist der deutsche Werbemarkt laut ZAW schwer. Wenn wir es schaffen, zusätzlich ein Prozent der Gelder in CO2-Ausgleich und Klimaschutzprojekte zu investieren, haben wir einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz geleistet. Wenn alle Marktteilnehmer mitmachen, schalten irgendwann alle nur noch klimaneutrale Kampagnen.“ 

Der zeitliche Fahrplan sieht vor, dass ab Mitte April der Green GRP in Mittel- und Südeuropa einsatzbereit ist. Ab Juni sollen laut Haller USA und Russland folgen. Wann China – unter Umweltschützern die globale Dreckschleuder schlechthin – Teil des Projekts wird, ist noch nicht vollends geklärt. Haller spricht von „im Laufe des Jahres“.

Zusatzkosten für Werbetreibende zwischen 0,5 und einem Prozent

Die ungefähren Zusatzkosten des Emissionsausgleichs pro Kampagne liegen zwischen 0,5 und einem Prozent der Netto-Werbekosten für eine Kampagne. Übrigens: Wer denkt, dass Printwerbung einen größeren Fußabdruck hinterlässt als Onlinewerbung, der irrt. Es ist genau umgekehrt. Was wohl an dem hohen Energieverbrauch von Servern liegt.

Der Ablauf gestaltet sich wie folgt: Auf Basis der Verbrauchsdaten wie Auflage, eingesetztes Papier und Strom berechnet Climate Partner den CO2-Fußabdruck der Kampagne sowie die entsprechenden Kosten für den Ausgleich. Climate Partner hat hierfür in Kooperation mit Mediaplus und den Vermarktern ein Modell entwickelt, anhand dessen die CO2-Emissionen der kompletten Werbekampagne abhängig vom Material, Distribution und Produktion ermittelt werden. Der Kunde erhält ein Reporting und eine Abrechnung. Im Anschluss veranlasst Climate Partner den Ausgleich bei einem vom Kunden ausgewählten Klimaschutzprojekt. Der Kunde bekommt von Climate Partner ein Zertifikat und kann das Label „Klimaneutrale Werbekampagne“ nutzen. Ebenso wird der Werbungtreibende als Kunde bei Climate Partner auf dessen Website gelistet.

Mitmachen lohnt sich laut Haller, denn seinen Worten zufolge nehmen Verbraucher jene Marken stärker wahr, die sich für die Umwelt einsetzen. Und Marken haben am Finanzmarkt bessere Karten, wenn sie in Nachhaltigkeitsrankings gelistet sind.

rk

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