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Musik-Rechte

Bertelsmann und KKR kooperieren im Musik-Business

Die Bertelsmann Musik-Tochter BMG kooperiert künftig mit dem US-Finanzunternehmen KKR beim Kauf von Label-, Verlags- und anderen Musikrechten. KKR ist bereits vielfältig im deutschen Medienmarkt investiert. So ist das US-Unternehmen Groß-Aktionär bei Axel Springer, Gesellschafter bei der TV-Firma Leonine und Anteilseigner bei ProSiebenSat.1.

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Im Rahmen der Vereinbarung wollen BMG und KKR ihre Kräfte bündeln, um Musikrechten zu kaufen. In der entsprechenden Mitteilung heißt es in bestem Bertelsmann-Deutsch: „Dabei kommen die tiefe Verwurzelung in der Musikbranche und die globale Expertise bei der Wertsteigerung von Musikrechten auf Seiten von BMG mit dem umfangreichen Netzwerk, den Ressourcen und der Erfahrung von KKR als Investor in marktführenden Musik-, Digital-, Medien- und Content- Unternehmen zusammen.“

Die Kooperationsvereinbarung positioniere BMG und KKR als „den führenden Erwerber von Musikrechten“. Man betont freilich, dass es weder zu einer Übertragung oder einem Verkauf von Anteilen kommt, noch zur Gründung eines Joint Ventures.

Bertelsmann-CEO Thomas Rabe: „KKR war nach der Neugründung unserer Musiktochter 2008 schon einmal der ideale Partner und Katalysator. 2013 kaufte Bertelsmann dann die von KKR gehaltenen BMG-Anteile. Inzwischen hat sich BMG zu einem der erfolgreichsten Musikunternehmen im Streamingzeitalter und einem der drei globalen Inhaltegeschäfte von Bertelsmann entwickelt. Nun wollen wir mit KKR die nächste Stufe zünden.“

KKR hat auch in jüngerer Zeit Musikrechte gekauft. So gab die Firma im Januar 2021 bekannt, eine Mehrheitsbeteiligung am Musikkatalog des Songwriters, Musikers, Produzenten und Leadsängers von OneRepublic, Ryan Tedder, erworben zu haben. Im selben Monat gab BMG den vollständigen Erwerb aller Anteile des Fleetwood Mac-Mitbegründers Mick Fleetwood an den Aufnahmen der Band bekannt.

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