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Comeback-Pläne

Donald Trump soll „in den nächsten Monaten“ eine eigene Social Media-Plattform starten

Donald Trump – Foto: Imago

Wenige Wochen vor dem Ende seiner Amtszeit als US-Präsident verbannten die großen Social Media-Plattformen Donald Trump von Twitter, Facebook, Instagram und Co. Wie sein Berater nun verkündete, will Trump in „zwei bis drei Monaten“ sein eigenes Social Network launchen

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Es war ein Abschied in Schimpf und Schande. Wenige Tage nach dem Sturm auf das US-Kapitol reagierten die großen Social Media-Anbieter mit einer bis dahin kaum für möglich gehaltenen Aktion: Der amtierende US-Präsident wurde von den größten Internet- und Techkonzernen des Landes von deren Plattformen verbannt

Für den 74-Jährigen, dessen Aufstieg bis ins höchste Amt der Welt maßgeblich mit der Verbreitung auf Twitter, Facebook und Co. zusammenhing, bedeutete dies, dass ihm über Nacht die Kommunikations-Plattformen entzogen wurden. Der Schritt wurde kontrovers diskutiert – und sorgte u.a. für Widerspruch von Bundeskanzlerin Merkel, die die Sperre kritisch beurteilte.

Spätestens seit dem Auszug aus dem Weißen Haus vor genau zwei Monaten wurde es ungewöhnlich still um den Ex-Präsidenten, der zuletzt den ziemlich eigentümlichen Versuch unternahm, sich zumindest in kurzen Stellungnahmen über sein Büro mitzuteilen.

In Zukunft könnte die Kommunikation wieder digital und in Echtzeit erfolgen. Wie Trumps Berater Jason Miller gegenüber Fox News mitteilte, werde der frühere TV-Star „wahrscheinlich in zwei bis drei Monaten“ in die sozialen Medien zurückkehren – und zwar gleich mit seiner eigenen Plattform.

Miller schürte dabei in Trump-Sprech turmhohe Erwartungen: Trumps neue Plattform würde zum „heißesten Ticket im Social Media-Bereich“ werden und das Segment „völlig neu definieren“. „Es wird groß sein, wenn er startet“, erklärte der Berater weiter.

„Millionen, mehrere zehn Millionen Nutzer“ werde Trumps Plattform nach dem Launch anziehen, prognostizierte Miller, ohne Einzelheiten zu nennen, welches Unternehmen technisch hinter der Plattform stehen könnte. Der Ex-Präsident würde aktuell auf seinem Anwesen in Mar-a-Lago in Florida zahlreiche Treffen mit verschiedenen Unternehmen führen, die an den Ex-Präsidenten herangetreten wären.

Gegen Ende der Präsidentschaft hatten Gerüchte die Runde gemacht, Trump könnte nach seinem Auszug aus dem Weißen Haus seinen eigenen Nachrichtensender („Trump TV“) starten. Hierzu äußerte sich Jason Miller indes nicht.

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