Anzeige

Der Werbetrend für die Monate Januar und Februar 2021

Nielsen: Deutsche Medien verlieren 16,3 Prozent Brutto-Werbeumsatz

Düstere Bilanz der beiden ersten Monate des Jahres: Laut Nielsen büßten die deutschen Medien im Vergleich zu 2020 deutliche 16,3 Prozent ihres Brutto-Werbeumsatzes ein. Besonders mies lief es für Zeitungen, Radio und natürlich das Kino.

Anzeige

4,59 Milliarden Euro setzten die von Nielsen ausgewerteten Werbeträger in den Monaten Januar und Februar 2021 mit Anzeigen, Spots und allen anderen Werbeformen um. Brutto versteht sich. In den beiden ersten Monaten des Jahres 2020 waren es noch 5,48 Milliarden – ein Minus von 16,3 Prozent.

Am glimpflichsten davon kamen das Fernsehen und die Online-Medien, deren Verluste mit 8,9 und 8,1 Prozent jedoch ebenfalls deutlich sind. Auch die Publikumszeitschriften verloren mit 14,3 Prozent etwas weniger als der Durchschnitt aller Gattungen.

Klar über dem Durchschnitt von 16,3 Prozent landeten die Zeitungen, denen 21,0 Prozent des Brutto-Werbeumsatzes abhanden kam, zudem die Out-of-Home-Reklame mit einem Rückgang von 20,1 Prozent, die postalischen Werbesendungen mit einem Minus von 34,3 Prozent, das Radio mit einem von sogar 39,3 Prozent und das Kino, deren Werbeumsätze um 100 Prozent schrumpften. Sie haben schließlich auch geschlossen.

Nielsen Werbetrend Januar-Februar 2021

Mediengruppe Februar- in 1.000 € YTD – in 1.000 € Anteil in % YTD Vorjahr – in 1.000 € Veränd. Vorjahr kum in %
Gesamt 2.320.596 4.586.041 100,0 5.477.505 -16,3
TV 1.142.076 2.141.389 46,7 2.350.762 -8,9
ZEITUNGEN 342.390 668.039 14,6 845.312 -21,0
ONLINE* 292.071 587.839 12,8 639.792 -8,1
PUBLIKUMSZEITSCHRIFTEN 172.041 399.455 8,7 465.847 -14,3
WERBESENDUNGEN 131.793 337.658 7,4 513.603 -34,3
OUT OF HOME* 137.757 254.402 5,5 318.526 -20,1
RADIO 102.465 197.253 4,3 325.110 -39,3
KINO 3 6 0,0 18.553 -100,0
* Die Online/OOH-Werte sind als vorläufig zu betrachten und können sich aufgrund von Nachmeldungen rückwirkend ändern. / Nielsen bereinigter Werbetrend, Bruttowerbeaufwendungen Deutschland

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Branchen und Segmente und den Werbedruck sind sie dennoch.

Anzeige