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Marketing

InfluencerDB wird eingestellt

Robert Levenhagen, CEO und Gründer, kündigt das Ende von InfluencerDB auf Linkedin an.

Robert Levenhagen, CEO und Gründer, kündigt das Ende von InfluencerDB auf Linkedin an. Foto: InfluencerDB

InfluencerDB war eine Marketing-Größe aus Deutschland. Jetzt stellt der CEO und Gründer Robert Levenhagen den Service ein. Die Beweggründe erklärt er in einem ausführlichen Blogpost.

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„Build, Manage and Activate your Influencer Community“ ist auf der Startseite von InfluencerDB zu lesen. Was dort nicht zu lesen ist: Das Angebot, das Marken wie auch Agenturen einen Überblick über den Influencer-Markt gegeben hat und die Ausspielung von Kampagnen ermöglichte, wird eingestellt. Das hat Robert Levenhagen, CEO und Gründer von InfluencerDB, mit knappen Worten auf dem Businessnetzwerk Linkedin verkündet. Die Software, mit der ganze Influencer-Communitys gemanagt werden konnten, gibt es seit 2015. Firmen wie Beiersdorf, Tommy Hilfiger, Lufthansa oder Asics waren mit an Bord.

Jetzt ist Schluss, und zwar schon Ende März. Ausführlich erklärt Levenhagen die Beweggründe in einem englischsprachigen Blogpost.

Facebook kappt den Zugriff auf die Graph-API

Die Entscheidung InfluencerDB nicht weiterzuführen, sei alles andere als leicht gefallen. Man habe alles getan, um diesen Schritt zu vermeiden. Aber, so Levenhagen, „wir müssen den Fakt akzeptieren, dass Facebook sich entschieden hat, uns nicht weiter mit einem Zugang zu ihrer Graph API zu versorgen.“ Ohne Zugriff auf die Schnittstelle fehlt der Zugriff auf die Influencerdaten und damit die Geschäftsgrundlage von InfluencerDB. Levenhagen selbst zeigt sich überrascht von der für ihn unfairen Entscheidung, man habe das nicht erwartet – offenbar erfolgte der Schritt ohne Ankündigung.  

Aus seiner Sicht habe man alles Erdenkliche gegenüber Facebook geleistet und alle Bedingungen erfüllt, wurde aber nicht gehört. In den nächsten Tagen wolle man sich mit den Kunden über die weiteren Schritte kurzschließen. 

Einsatz für das Klima statt im Influencer-Bereich

Nach insgesamt neun Jahren im Influencer-Bereich, sechs Jahre davon mit InfluencerDB, sieht Levenhagen seine Zukunft nach eigenen Aussagen nicht mehr unbedingt in diesem Berufsfeld. Über die letzten Jahre sei seine Leidenschaft für einen Bereich gewachsen, der die Welt verbessert – zukünftig könne er sich vorstellen, beruflich im Klima-Bereich gegen die globale Erderwärmung unterwegs zu sein, mehr Zeit für Familie und Hobbys zu finden.

Auf Linkedin zeigen sich Vertreter aus dem Influencer-Marketing-Bereich dankbar für die Leistung von InfluencerDB. Philipp Martin von Reachbird etwa schreibt, „ohne InfluencerDB und besonders ohne dich als Person wäre Influencer Marketing in Europa in den letzten Jahren bei Weitem nicht so professionell und innovativ gewesen.“ Felix Hummel, Co-Gründer von YilmazHummel und von BuzzBird, postet unter dem Beitrag von Levenhagen: „Ihr könnt stolz darauf sein, was ihr mit InfluencerDB für die Branche erreicht habt!“

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