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Cliqz wird in US-Firma integriert

Burda gibt eigene Suchtechnik-Sparte auf

Hubert Burda Media hat seine Such-Technologie Cliqz (heute Tailcat) und das dazugehörige Entwicklerteam in das US-amerikanische Unternehmen Brave Software eingebracht. Hierfür erhält Burda u.a. Anteile an Brave Inc. und wird dort Partner.

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Brave stehe wie Cliqz „für die Vision eines offenen Internets, in dem die Menschen die volle Kontrolle über ihre persönlichen Daten behalten und nicht ausspioniert werden“, heißt es bei Burda. Brave habe diese Technik für den Browser entwickelt, Cliqz für die Suche, beides werde nun integriert.

Burda startete das Projekt Cliqz einst als Alternative zur Übermacht des US-Angebots Google bei der Such-Technologie. Burda-CEO Paul-Bernhard Kallen: „Wir setzen uns unverändert dafür ein, dass Browser und Suche ohne Speichern von personenbezogenen Daten betrieben werden. Gleichzeitig brauchen wir bei Kernfunktionen des Netzes wie ‚Suche‘ und ‚Browser‘ wirksamen Wettbewerb und müssen die Dominanz von Monopolisten aufbrechen, um Fortschritt und Wohlstand in Europa zu sichern.“ Kallen hatte in der Vergangenheit Google immer wieder scharf kritisiert. Mittlerweile kooperiert Burda mit Google bei den so genannten News Showcases, bei denen Verlage für die bevorzugte Platzierung von Inhalten von Google bezahlt werden.

Seit Mai hatte ein Entwicklerteam bei Burda unter dem neuen Projektnamen Tailcat die Suchtechnologie weiterentwickelt. Das Tailcat-Team wird nun zusammen mit der Technologie von Brave übernommen. Brave sei im vergangenen Jahr von elf Millionen monatlich aktiven Nutzern auf über 25 Millionen gewachsen, teilt Burda mit.

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