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Saarländischer Rundfunk

Martin Grasmück – Ein Radionarr wird SR-Intendant

Martin Grasmück – Foto: SR / BeckerBredel

Der Nachfolger von Noch-Intendant Thomas Kleist ist gefunden. Sein Name: Martin Grasmück. Der stellvertretende Programmdirektor des SR setzte sich bei der Wahl am Dienstag gegen Armgard Müller-Adams und Rainald Becker durch.

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Sieben Wahlgänge waren nötig, mehr geht nicht, ehe das Ergebnis bei der SR-Intendantenwahl am Dienstag feststand. Martin Grasmück tritt zum 1. Mai die Nachfolge von SR-Intendant Thomas Kleist an. Laut SR hat sich Grasmück mit 26 von 38 Stimmen gegen gegen SR-Chefredakteurin Armgard Müller-Adams (12 Stimmen) durchgesetzt. Zuvor hatte der dritte Bewerber, ARD-Chefredakteur Rainald Becker, seine Kandidatur zurückgezogen. Im letzten Durchgang reichte eine einfache Mehrheit, während davor eine Zweidrittelmehrheit nötig war.

Mit Grasmück wird ein SR-Eigengewächs zum Intendanten, der vom Teletexter den Sprung ins Büro der Intendanz schaffte – und zum Hörfunkdirektor. Schon während seines Studiums in Saarbrücken (Informationswissenschaft, Politikwissenschaft und Anglistik) jobbte Martin Grasmück für die „Saartext“-Redaktion, den Teletext des Funkhauses. Nach dem Studium stieg er mit einem Volontariat beim Saarländischen Rundfunk ein und hat die Anstalt seither nicht wieder verlassen.

Als fester Freier arbeitete er nach dem Volo zuerst für die Saarlandwelle SR 3 als Reporter, Moderator und Redakteur – wie man das halt so macht beim Radio. Im Jahr 2004 suchte er sich die Landespolitik als Schwerpunkt und vier Jahre später wechselte er intern ins Büro des damaligen Intendanten Fritz Raff. Dort stieg er zum Leiter der Intendanz auf, bevor er 2015 zum neuen Hörfunkdirektor des Senders berufen wurde.

Alte Radio-Liebe

Für Grasmück war es die Rückkehr zur alten Liebe Radio. „Ich war schon immer ein großer Radionarr“, sagt er der „Saarbrücker Zeitung“ anlässlich seiner damals neuen Position. Zu seinem Radio-Reich gehörten seitdem auch die SR 1 Europawelle und die „jungen Angebote“, unter anderem der Sender 103,7 Unser Ding. Gleichzeitig ist er damit stellvertretender Programmdirektor des Gesamt-SR.

Mit Grasmück wird ein ausgewiesener Radio-Experte Intendant des Saarländischen Rundfunks. Als kleine ARD-Anstalt spielen Hörfunk und regionale Berichterstattung für den SR eine besonders große Rolle: „Ich freue mich sehr darüber, dass ich eine so große Mehrheit im Rundfunkrat des SR überzeugen konnte. Das bedeutet viel Rückenwind für die kommenden Aufgaben“, wird Grasmück ein einer Mitteilung des SR zitiert. Und weiter: „Es wird darum gehen, den SR als eigenständige Rundfunkanstalt für das Saarland und die Menschen in der Großregion SaarLorLux zu erhalten. Zugleich werden wir unsere Rolle im föderalen Verbund der ARD wahrnehmen und unsere Kompetenzen dort aktiv einbringen.“ Der öffentlich-rechtliche Rundfunk, so Grasmück, erfülle „einen wichtigen Auftrag für unsere demokratische Gesellschaft und muss dies unbedingt auch im digitalen Zeitalter tun. Dafür will ich mit ganzer Kraft arbeiten.“

Lesen Sie auch die MEEDIA-Porträts über Armgard Müller-Adams und Rainald Becker.

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