Anzeige

Radio-Vermarkter will noch konvergenter werden

Frank Bachér verlässt die RMS

Frank Bachér – Foto: RMS

RMS-Digitalchef Frank Bachér verlässt den Radio-Vermarkter zum Ende des Monats. Einen direkten Nachfolger wird es nicht geben, die RMS will sich nach eigener Aussage künftig „noch konvergenter“ aufstellen. Als CTO kommt Carsten Osius, der zuletzt bei der Bauer Media Group in Lohn und Brot stand.

Anzeige

RMS-Chefin Marianne Bullwinkel sprach in einem Pressetermin zum Abgang von Frank Bachér und der Neuausrichtung der RMS viel von Konvergenz. Wobei sich – von der Personalie Bachér abgesehen – konkret gar nicht so viel tun wird. Schon jetzt ist der Verkauf der RMS konvergent aufgestellt und der Vermarkter bedient die verschiedene Mediengattungen.

Frank Bachér im MEEDIA-Interview (€)

Aber das soll in Zukunft halt alles noch viel konvergenter passieren. „Wir haben die Diskussion über die künftige Ausrichtung gemeinsam geführt. Es war klar, dass die Zeit kommen wird, wo ein reiner Digitalchef gar nicht mehr notwendig sein wird“, sagt Frank Bachér über seinen Abgang. Sowohl er als auch Bullwinkel betonen, dass man sich in allerbestem Einvernehmen trennt. Bachér – so die Lesart – habe sich quasi erfolgreich selbst abgeschafft.

„Technologie wird immer wichtiger, der Trend zum programmatischen Buchen ebenso. Über alle Kanäle und Buchungsformen hinweg braucht es da einheitliche Strategie“, so Marianne Bullwinkel.

Marianne Bullwinkel im ausführlichen MEEDIA-Interview (€)

Darum verpasst sich die RMS eine neue Organisationsform. Verkauf, Business Development und Partner-Management werden verschmolzen. Carsten Osius, der zuletzt IT-Chef bei der Bauer Media Group war, kommt zum 1. März als CTO zur RMS. Er wird aber explizit kein Nachfolger von Bachér.

Carsten Böttcher (Leiter Technical Partner Management) wird bei der RMS künftig mit seinem Team an Osius berichten. Katharina Zeschke verantwortet das Business Development und wird als Stabsstelle bei Geschäftsführerin Marianne Bullwinkel einsortiert. Der Leiter des digitalen Produktmanagements, Mathias Schenk, wird ebenfalls künftig an Bullwinkel berichten. Während der Leiter Digital Sales, Elmar Stein, bereits an Verkaufs-Geschäftsführer Cord Hollender berichtet.  

Carsten Osius ist der neue CTO bei der RMS

Als Spar-Programm möchte Bullwinkel die Umstrukturierung nicht verstanden wissen: „Effizienz ist hier nicht der Treiber.“ Es gehe darum, das Geschäft durch eine noch stärkere Verschmelzung voranzubringen. Der scheidende Bachér verwies darauf, dass die RMS in der Vergangenheit die Podcast-Reichweite verzehnfachen konnte und gab sich sicher, dass der Vermarkter auch in diesem Bereich trotz der Konkurrenz durch große Plattformen wie Spotify ein „großer Player“ sein wird. Bachér und Bullwinkel lobten in dem Zusammenhang den Ansatz der RMS, im Digitalen einen strikt Adserver-basierten Ansatz zu verfolgen. Dies zahle sich langfristig aus, wenn die Gattungen UKW und Digital weiter zusammenwachsen.

Einen neuen Job hat Bachér nach eigener Aussage noch nicht. Jemandem mit seinen Qualifikationen dürfte es freilich nicht schwer fallen, eine neue Aufgabe zu finden.

Anzeige