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ADC Festival 2021

Superkraft Kreativität

Printmotive zur ADC-Festivalkampagne 2021 – ©Überground/ADC

Das diesjährige ADC-Festival findet unter dem Motto „Superkraft Kreativität findet immer einen Weg“ statt. Pandemie-bedingt ist dieser Weg vom 4. bis zum 7. Mai rein digital.

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Das diesjährige ADC-Festival-Motto „Superkraft Kreativität findet immer einen Weg“ ist für die aktuellen Zeiten wie gemacht. Denn letztendlich ist Kreativität nicht allein das, was die Menschen in der Werbung, in Museen oder im Fernsehen sehen. Kreativität steckt in jedem Moment unseres Lebens. Kreativität schafft Lösungen über Kommunikation hinaus: für die Wirtschaft, die Gesellschaft, die Wissenschaft. Kreativität ist der Schlüssel für den Neustart nach der Krise. Kreativität ist die Voraussetzung für Wandel, für neues Denken, für jede Form von Innovation.

Vorgestellt wurde das Motto im Rahmen eines Warm-ups, das dieses Jahr per Video übertragen wurde. Als Erste kam ADC-Präsidentin Dörte Spengler-Ahrens zu Wort, die vor allem noch einmal betonte, dass Kreativität Kreativität die Voraussetzung für Wandel, für neues Denken, für jede Form von Innovation ist. „Kreativität ist Intelligenz, die Spaß hat und Spaß macht. Kreativität ist ansteckend, im besten Sinne. Kreativität findet immer eine Antwort. Kreativität ist unsere Leistung und unsere Aufgabe: Innovationen kreieren, für die Zukunft motivieren und Aufbruch kommunizieren“, so Spengler-Ahrens. Spätestens jetzt brauche es es Momentum, Kraft und Mut, um etwas neu zu erschaffen.

Ins gleiche Horn bließ hamburgs Kultursenator Dr. Carsten Brosda. Er betonte: „Wir brauchen Kreativität – wir müssen derzeit so viele Dinge zum ersten Mal anders machen. In einer Situation, in der wir nicht planen können, was in drei, vier, fünf Wochen ist, ist es entscheidend, dass wir uns die Agilität erhalten – und auch die Gelassenheit.“ Auch eine Form des fröhlichen Fatalismus, einer gelassenen, aber nicht ergebenen Akzeptanz der Lage, sei eine Haltung, die wir als Gesellschaft in der jetzigen Situation gut gebrauchen könnten.

Woraufhin Dörte Spengler-Ahrens begegnete: „Druck und Limitierung waren noch nie gut für Kreation. Kreation braucht Freiheit. Aber manchmal entsteht auch so eine Art Unterdruck; dass man einen Widerspruchsgeist entwickelt, so eine Art kleine Revolution – und die macht sich oft an neuen Gedanken fest.“ Auch aus Langeweile könne Energie und Kreativität entstehen. Woraufhin Brosda betonte, es sei Teil unseres menschlichen Daseins kreativ zu sein. „Wir müssen uns jeden Tag darüber Gedanken machen, wie wir künftig miteinander leben wollen. Wenn wir jetzt nicht zu viel falsch machen, können die ,Roaring 20th‘ vor uns liegen.“ Er hofft, dass jetzt die Chance genutzt wird, ein paar Dinge grundsätzlich anders zu machen – auch dauerhaft.

„Mich interessiert immer die Voraussetzung, wann Kreativität stattfinden kann. Also die Frage: Wie müssen die Räume gestaltet sein?“, wand Björn Beneditz, Raum- und Medienkünstler, künstlerischer Berater und Performer bei Deichkind ein. Und, dass dies auch die entscheidende Frage für die Zukunft der Kreativ- und Kulturbranche sei, müsse Gesellschaft und Politik bewusst sein. Brosda bestätigte, dass die öffentlichen Räume des gemeinsamen Erlebens kreativer Inhalte und kreativer, kultureller Erzeugnisse derzeit fehlen. Dazu noch einmal Beneditz: „Jede Situation mit Publikum ist anders.“ Und daraus entstehe Inspiration zur neuen Kreation. Was Brosda nur unterstützen konnte: „Neue Sachen entstehen nicht, indem ich aus mir selbst schöpfe. Wir sind keine Erkenntnismonaden, die nur in uns nach Erkenntnis schöpfen, sondern wir suchen gemeinsam. Ich glaube zutiefst daran, dass wir aus der jetzigen Situation herauskommen, mit einem geschärften Verständnis dafür, wie sehr wir das beziehungsweise uns brauchen – das ist die optimistische Drehung dieser Situation.“ Brosda hofft auf eine kreative Explosion nach der Krise.

Wackelpudding an die Wand genagelt

Diese Exposion schien Jo Marie Farwick mit ihrem Team bei Überground bereits gehabt zu haben, als sie die Kampagne zum ADC Festival 2021 gestaltete. Ihr Briefing lautete: Das Motto Superkraft Kreativität zu visualisieren und zu interpretieren, ohne auf das Bild des Superhelden zurückzugreifen. Und so haben Jo Marie Farwick und ihr Team sprichwörtlich den Pudding an die Wand zu genagelt – mit einem Goldenen Nagel des ADC. Die farbenfrohe, optimistische und maximal digital gedachte Kampagne ist in Zusammenarbeit mit vielen Partner, angefangen bei Foodstylisten und dem Fotografen Dirk Weyer, entstanden. Jo Marie Farwick: „Superkraft Kreativität hat immer ganz, ganz viel mit Kollaboration zu tun, mit Zusammenarbeit. Kollaboration is the shit – gebt euch einen Ruck, gebt anderen Chancen, arbeitet zusammen und nutzt die Macht eurer Kreativität!“

Weniger an Pudding als an ein weißes Blatt Papier denkt Pascal Finett. Der Internet-Entrepreneur und Co-Founder, gab mit seinem Kurzimpuls einen Ausblick auf seinen Beitrag beim ADC Kongress: „Wenn wir über die Zukunft nachdenken, müssen wir feststellen, dass die Zukunft ein unbeschriebenes Blatt ist. Unknowable. Das bedeutet, dass wir jeden Tag die Chance haben, die Zukunft neu zu gestalten. Das alleine erfordert schon die Superkraft der Kreativität.“ Es bedeute aber auch, dass wir die Verpflichtung haben, uns der Zukunft anzunehmen. Wir lebten schon jetzt in der Zukunft – sind alle Futuristen – müssten aber auch lernen, mit Ungewissheit umzugehen, weniger nach den vermeintlich richtigen Antworten zu suchen. „In der heutigen Welt nimmt der Wert einer dezidierten Antwort ab. Aber der Wert einer guten Frage nimmt zu. Und das ist es, was Kreativität und Neugier uns bringt.“

ADC Future Females

Beim Warm Up drehte sich alles darum, was Kreativität leisten kann, aber auch darum, was es dafür braucht. Als eine Voraussetzung für Kreativität wurde dabei auch ganz klar Diversität benannt. Schon, weil sich Dörte Spengler-Ahrens hat sich mit ihrem Antritt als ADC-Präsidentin zum Ziel gesetzt hat, Frauen im Kreativbusiness gezielt zu fördern. Mit Hannah Johnson, Liane Siebenhaar, Marc Wirbeleit und Pit Kho bringen vier ADC-Mitglieder dieses Vorhaben weiter voran und weitere Initiativen rund um das Thema Diversität ein.

Unter dem Titel „The ADC Future Females“, initiiert von Hannah Johnson, wird beispielsweise ein maßgeschneidertes Leadership-Programm für weibliche Spitzenkräfte etabliert. Mit Snapchat (Snap Inc.) konnte für dieses Programm ein wichtiger Partner gewonnen werden. Bereits zum ADC Festival wird es mit dem Forum der ADC Future Females ein neues Format geben, bei dem erfolgreiche weibliche Kreative und Kommunikations-Expertinnen sich zu Wort melden. Unter anderem dabei: Corinna Falusi, CCO und Partner Mother New York und letztes Jahr Chairwoman des ADC
Wettbewerbs.

Superkraft Series

Zum Abschluss der Vorstellung der ADC Future Females warb Dörte Spengler-Ahrens noch einmal für die Superkraft Series, die vom 18. Februar an jeden zweiten Donnerstag einen Vorgeschmack auf das ADC Festival bietet. Mit dabei: Gudrun Gut (Musik-Ikone und Aktivistin), Gerald Hüther (Neurobiologe und Sachbuchautor), Denise Mancinone (Business Marketing Lead DACH bei Snap Inc.), Daan Roosegaarde (Künstler und Innovator), Nico Rose (Wirtschaftspsychologe und Autor), sowie Max Siedentopf (Künstler, Filmdirektor, Verleger und Creative Director).

Außerdem wurden die ersten Speaker des ADC Kongresses präsentiert: Neben Pascal Finette und Björn Beneditz treten Steve Vranakis, (erster Chief Creative Director für Griechenland), Björn Ståhl (ECD/CCO der Agentur Ingo in Stockholm) und Godo Röben (Mitglied der Geschäftsleitung Rügenwalder Mühle) auf. Weitere renommierte Speaker*innen aus Design, Digital, Kunst, Werbung, Wirtschaft und Wissenschaft sind für die zwei Tage ADC Kongress angefragt.

Einiges Neues beim Festival

Neben den Superkraft Series stellte ADC Geschäftsführer Kaus Gräff noch weitere Neuheiten beim diesjährigen ADC Festival. Die größte Neuerung ist das ADC TV. Außerdem ist die digitale Teilnahme am ADC Festival 2021 kostenfrei. Das ADC Festival findet vom 4. bis zum 7. Mai 2021 live auf YouTube statt, außerdem – wenn wieder möglich – mit ausgewählten Programminhalten auch physisch auf Kampnagel in Hamburg.

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