Anzeige

Instagram

CDU nimmt umstrittenes Video zur Clankriminalität offline

Ein Video der Christdemokraten auf dem Sozialen Netzwerk Instagram sorgte in den letzten Tagen für Diskussionen. Der Partei wurde das Spielen mit rassistischen Stereotypen vorgeworfen. Nun ist der Beitrag nicht mehr erreichbar.

Anzeige

12.000 Likes und über 11.000 Kommentare, so viel Aufmerksamkeit ist für einen Beitrag auf dem Instagram-Account der CDU eher die Ausnahme. Dem Auftritt auf dem Netzwerk folgen 86.000 Abonnent*innen, die Likes bewegen sich normalerweise im Bereich der 1.000er-Zahlen, die Kommentare im Hunderterfeld. Allerdings dürften diese Beiträge in diesem Fall nicht zur Freude auf Seiten der CDU beigetragen haben.„Not sure if AfD or CDU“ war dort zu lesen oder „Rassistische Vorurteile. Nice Move. Fast hätte ich euch mit der AfD verwechselt.“ Die Kommentare haben selbst zum Teil mehrere tausende Likes erhalten. Inzwischen sind aber der Beitrag und damit auch die Kommentare nicht mehr zu lesen. Die CDU hat den Post von ihrem Account gelöscht. Aber was genau ist geschehen?

Screenshot des gelöschten Videos vom Instagram-Account der CDU

Die ungewöhnlichen Zahlen entstanden in Zusammenhang mit einem Video der CDU vom Wochenende. Die Partei wollte Promotion für das neue Geldwäschegesetz machen, das unter der Bundesregierung verschärft wurde. Die Botschaft des Videos: Geldwäsche soll der Hahn abgedreht werden. Im Clip werden dazu zwei dunkelhäutigere Männer in einem roten Sportwagen gezeigt. In der Bildunterschrift macht die CDU noch einmal klar, dass sie „entschieden gegen diese Parallelwelten“, gegen „organisierte Kriminalität, Clanwirtschaft und Terrorismus“ ankämpfen will. Die Darstellung der zwei Männer in dem Clip und der Zusammenhang mit dem Thema Clankriminalität bis Terrorimus brachte der CDU die genannten Vorwürfe ein, bewusst mit rassistischen Stereotypen zu spielen. Auch auf anderen Netzwerken – der Clip wurde auch auf Twitter gespielt und inzwischen gelöscht – machte sich die Kritik breit.

Der Clip erinnert an die Aktion der Berliner CDU, die mit einer ähnlichen Aktion im Oktober 2020 auf das Thema Geldwäsche aufmerksam machen wollte und am Ende ähnliche Kritik einstecken musste.

Die CDU selbst hat sich auf Anfrage von MEEDIA bis jetzt noch nicht zu dem Vorgang geäußert.

Anzeige