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Interessensvertretung

TikTok Deutschland tritt Bitkom bei

Foto: Pixabay

Die Kurzvideoplattform TikTok Deutschland ist dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) beigetreten. Die chinesische App will damit ihren Dialog mit Politik und Wirtschaft intensivieren.

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Vor einigen Monaten knackte die chinesische Trend-App TikTok die Marke von 100 Millionen aktiven Nutzern in Europa (MEEDIA berichtete). Zeit also, sich zu organisieren. Wie nun bekannt wurde, tritt der deutsche Ableger der zu ByteDance gehörenden Marke dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. – kurz Bitkom – bei.

Tobias Henning, General Manager TikTok Deutschland: „Mit unserem Beitritt zum Bitkom möchten wir unseren Dialog mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft noch weiter intensivieren. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit dem Bitkom wichtige Themen wie Sicherheit und Innovationen im Technologiebereich voranzutreiben“.

Der Verband, der sich mit seinen rund 2.700 Mitgliedern für die Interessen in IT-, Telekommunikation- und Netzwirtschaft in Deutschland einsetzt, gewinnt damit keinen unumstrittenen Player. TikTok stand wiederholt in der Kritik für seinen Umgang mit Daten.

TikTok weiter auf Siegeszug

Im Jahr der Pandemie, des Home-Office und des Daheim-Bleibens konnte Tiktok weiter punkten und kletterte vergangenes Jahr in den meist gedownloadedeten Apps 2020 auf Platz eins. Damit überholte die App nicht nur WhatsApp, sondern auch den bisherigen Platzhirschen Facebook, das ging aus einer Analyse der Firma App Annie hervor (MEEDIA berichtete).

Nach knapp zwei Jahren auf dem Markt, schluckte TikTok 2018 den Konkurrenten Musically, der damals vor allem für Lipsynchvideos bekannt war. Mit der Übernahme begann die Verbreitung außerhalb des asiatischen Marktes, mittlerweile gehört TikTok neben Instagram und Snapchat zum Alltag von Millionen, vor allem junger Menschen. Auch wenn es auf der Plattform nach wie vor viele Tanz- und Lipsynchvideos gibt, erfreuen sich auch Politik- und Bildungsinhalte immer größerer Beliebtheit. Beispiele auf dem deutschen Markt sind „Herr Anwalt“, der in seinen Videos auf humorvolle Art juristische Fragen klärt oder Daniel Jung, der in seinen 60-Sekündern mathematische Probleme löst.

ls

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