Anzeige

O2 und Serviceplan Bubble

Aktion „Tag NiX“ – mit einem Social Stunt gegen die Mobilfunk-Abzocke

Kampagnenvisual – © Serviceplan Bubble/O2

Ende des Jahres schien es ein dringlicheres Thema als Corona im Netz zu geben: das teuerste Handy Deutschlands – 5.760 Euro für ein Nokia 8110 in Ebay-Kleinanzeigen. Hinter dem Social Stunt steckte O2 mit der Kampagne „Tag NiX“.

Anzeige

Kurz nach Weihnachten hatte der 60-jährige Verkäufer Ernst sein altes Nokia 8110, das er immerhin seit 1996 nutzt, für ganze 5.760 Euro VHB in einem Online-Inserat zum Verkauf angeboten.

Ernsts Anzeige in Ebay-Kleinanzeigen

O2 kaufte das Handy – zum vollen Preis. Die Online-Gemeinde stand Kopf und überschlug sich mit mit Fragen und Kommentaren. Was will O2 mit einem so alten Handy?

Die Auflösung: Herr Ernst war O2. Und die Aktion war ein Social Stunt, zum Auftakt der Kampagne „Tag NiX“, mit der alle O2-Kanäle auf das ungleiche bis gar ungerechte Verhalten der Mobilfunkanbieter gegenüber ihren Kunden in Deutschland aufmerksam machen will.

Der Preis, den Herr Ernst für sein altes Handy aufgerufen hatte, war nämlich nicht aus der Luft gegriffen, sondern knallhart kalkuliert. Ernst nutzte das Nokia über 24 Jahre und zahlte jeden Monat dafür 20 Euro – weil er seinen 1996 geschlossenen Vertrag nie angetastet hatte. In der Summe hat er also 288 Monate für das Gerät gezahlt, was unterm Strich die geforderten 5.760 Euro ergibt.

40 Monate zahlen, für ein altes Handy

Ernst ist laut Migrationsströme Studie der Info GmbH kein Einzelfall. Jedes Jahr entscheiden sich allein in der Bundesrepublik über fünf Millionen Kunden für einen Mobilfunkvertrag, der ein Bundle von Tarif und Handy beinhaltet. „Viele kennen es: Das Gefühl, dass der damals abgeschlossene Handyvertrag nicht fair ist. Mit dieser Aktion wollten wir für dieses Thema Aufmerksamkeit schaffen und jeden Handybesitzer sensibilisieren. Dass die Aktion eine so große Reichweite bekommen hat, freut uns natürlich besonders“, erklären Leif Johannsen und Patrick Matthiensen, Managing Partner bei Serviceplan Bubble, den kreativen Auftakt der Kampagne.

Dennoch: Die wenigsten dieser fünf Millionen achten nach Ablauf des Vertrags darauf, wie es mit der Zahlung für das Endgerät weitergeht – und zahlen munter weiter. Im Durchschnitt 40 Monate!

Kampagnenfilm

O2 und seine Leadagentur Serviceplan Bubble wollen mit der Social-Kampagne „Tag NiX“ darauf aufmerksam machen, dass dieses Phänomen nur die Handy-Kunden betrifft, die nicht O2-Kunden sind. Das zu Telefonica gehörende Unternehmen bietet mit dem „O2My Handy Modell“ seit bereits 2009 die Lösung für diese Abzocke. Das Versprechen: Ab dem 25. Tag zahlen die Nutzer nur noch für den Tarif und nicht mehr für das Handy.

Social Stunt, um dem Thema Aufmerksamkeit zu verleihen

Den Auftakt zur Kampagne machte der Social Stunt um die fiktive Figur Ernst mit seiner Anzeige. Es folgten Posts und Stories von RebellComedy sowie ein Interview mit Ernst im RebellComedy Podcast.

Podcast mit Ernst-Interview

Die Influencer Joey‘s Jungle, Vanessa Mai, Jakob Grün und Unge sind ebenfalls in ihren Kanälen aktiv. Schluss schien mit der Aktion zu sein, als O2 das Handy kaufte.

Michael Falkensteiner, Head of Brand bei Telefónica Deutschland und unter anderem für die Kernmarke O2 verantwortlich, sagt: „Wir haben nach einem Weg gesucht, auf diesen immer noch relativ unbekannten Missstand im deutschen Mobilfunkmarkt hinzuweisen. Aber ohne erhobenen Zeigefinger. Dies sollte nicht nur auf witzige Art und Weise geschehen. Die Aktion sollte so anders sein, dass sie in den sozialen Medien und auch darüber hinaus Aufmerksamkeit findet – und zwar ohne klassische Werbeunterstützung.“

Kampagnenmotiv

Ohne klassische Werbeunterstützung kommt man am Ende dann wohl doch nicht aus. Denn jetzt startete eine aufbauende große Marketing-Aktion, die sich direkt an die Endkunden richten soll. Über eine Reihe an Kommunikationsmaßnahmen in den O2 eigenen Kanälen – von der Landing Page über den Kundenbereich „Mein O2“ bis hin zur Info-SMS am „Tag NiX“ sowie den O2 eigenen Social Media Kanälen. Die wichtigsten Kanäle sind hierbei Instagram, Facebook und Youtube. Sobald die O2-Shops wieder öffnen, soll der „Tag NiX“ auch dort, u.a. über Digital Signage, beworben werden. Für die PoS-Kommunikation zeichnet übrigens die Agentur Punch & Brain verantwortlich, die auch die Namensidee zu „Tag NiX“ hatte.

Credits:
Auftraggeber: Telefonica, O2, München, verantwortlich: Michael Falkensteiner (Head of Brand bei Telefónica Deutschland); Agenturen: Serviceplan Bubble, München, Leif Johannsen, Patrick Matthiensen (Managing Partner), Lars Holling (Managing Partner), Pavel Bondarenko (CD Art), Daniel Steller (CD Text), Martin Gillen (Senior Art Director), Finnja Skorina (Senior Copy Writer), Sabrina Schwartz (Account Director); Punch & Brain, Augsburg/Köln (PoS)

Anzeige