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Website-Monetarisierung

Taboola integriert “Stories” in Publisher-Websites

Taboola Stories

Taboola Stories - Bild: Taboola

Der Native Advertising Spezialist Taboola bietet seinen angeschlossenen Verlagen ein neues Tool. Ab sofort können Publisher im beliebten Stories-Format gleich mehrere gesponsorte Geschichten auf einem Werbeplatz unterbringen.

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Taboola bietet ab sofort den Publishern und Marketern ein neues Format an. Die aus Instagram, Snapchat oder Facebook beliebten „Stories“ aggregieren auf einem Werbeplatz gleich mehrere Geschichten oder mehrere Facetten einer Story. Der User kann innerhalb des Formats selbst durch die einzelnen Themen navigieren. Tut er das nicht, schaltet sich die Animation automatisch weiter.

Tool bringt frischen Wind in die „redaktionellen“ Empfehlungen

Das Format soll vor allem den auf mobilen Endgeräten begrenzten Darstellungsraum besser nutzen. Bislang ist es üblich, dass in der mobilen Ansicht nur ein oder zwei Content-Elemente von Taboola eingeblendet werden. Das reduziert natürlich die Auswahl an Themen und somit die Klickwahrscheinlichkeit beim User. Mit dem neuen Stories-Format, das aktuell in einer Beta-Phase Taboola-Kunden zur Verfügung steht, soll das besser werden. Außerdem sorgt das animierte Stories-Format für frischen Wind in den bekannten „redaktionellen“ Empfehlungen und ist so möglicherweise in der Lage, mehr Aufmerksamkeit bei den Nutzern auszulösen.

„Wir verbinden das Beste aus zwei Welten, indem wir es für Publisher einfacher als je zuvor machen, Leser zu binden und es ihnen ermöglichen, mehr redaktionelle Inhalte und gesponserte Empfehlungen von Werbetreibenden zu entdecken, die ihnen gefallen könnten“, sagt Adam Singolda, CEO von Taboola. Während die Stories-Formate bislang vorrangig in den mobilen Apps der Sozialen Netzwerke eingesetzt werden, bringt Taboola das Format nun auf jede Publisher-Website.

Mit 9000 großen Verlagshäusern weltweit als Kunden, sieht sich Taboola selbst als Weltmarktführer. Während des Google Display Network klassische Text-Bild-Anzeigen ausspielt, konzentrieren sich die Lösungen von Taboola oder deren Wettbewerber Outbrain oder Plista auf Content-Marketing.  Sie zeigen Teaser zu Artikeln an, und integrieren sich organischer in die Webseiten der Verlage. Oftmals ist der Unterschied zwischen den Teasern zu eigenen Artikeln der Verlage oder den Werbeangeboten von Taboola für den Nutzer schwer zu erkennen. Und das ist Teil des Kalküls. Nutzer sollen einfach Themen entdecken, die sie spannend finden und dadurch länger auf den Seiten des Publishers verweilen. Durch die Verbreitung auf vielen Publisher-Websites können die Native-Anbieter Daten über die Präferenzen der Nutzer sammeln und so die Teaser-Auswahl personalisieren.

Taboola bei der Sueddeutschen
Für viele Publisher, wie die Süddeutsche, ist Taboola ein wichtiges Vermarktungsinstrument – Bild: Screenshot

Allerdings stehen Native Formate wie Taboola und Outbrain auch immer wieder in der Kritik, da sich Formate einschmuggeln, die weder persönlichen Bezug zum Nutzer noch überhaupt etwas mit Native Advertising zu tun haben. Immer wieder sehen sich die Anbieter der Kritik ausgesetzt, Fake News zu verbreiten oder Vehikel für Arbitrage-Betrug oder gar Scam-Fallen zu sein. Taboola-Chef Adam Singolda hat zwar öffentlichkeitswirksam eine „Null-Toleranz-Politik“ ausgerufen, die auch Themen wie Verschwörungserzählungen und Wahlbeeinflussung angeht, aber es finden sich immer wieder kritische Fälle. Zu Beginn der Pandemie nutzten beispielsweise Maskenanbieter die Plattform für Kampagnen, die gezielt Fehlinformationen beinhalteten, berichtete im März die BBC.

Stories-Format stärkt die Vermarktungsoptionen

Nichts destotrotz ist Native Advertising eine wichtige Einnahmequelle für Verlage aller Größenordnung. Hierzulande beispielsweise für den Online-Auftritt der „Süddeutschen Zeitung“. Das neue Stories-Format stärkt die Möglichkeiten der Vermarktung in der mobilen Ansicht und eröffnet Marketern eine interessante Perspektive. Sie können nun innerhalb eines Werbeplatzes mehre Facetten eines Angebots bewerben, konsekutives Storytelling betreiben oder verschiedene Zielgruppentypen unterschiedlich ansprechen.

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