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Twitter-Klon

Parler kooperiert mit russischer Firma – bleibt aber noch offline

Foto: imago images / Future Image

Der umstrittene Twitter-Klon Parler ging vor knapp einer Woche vom Netz. Um die Funktionsfähigkeit der Plattform wiederherzustellen, arbeitet sie nun mit einer russischen Firma zusammen, die in der Vergangenheit mit rassistischen Websites kooperierte.

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Knapp eine Woche ist es her, dass Amazon Web Services (AWS) dem bei Trump-Anhängern beliebten Twitter-Klon Parler den Saft abdrehte (MEEDIA berichtete), jetzt meldet die Wirtschaftszeitung „Handelsblatt„, die Plattform ist teilweise wieder online, mit Hilfe der russischen Firma DDos-Guard. Allerdings scheint die Plattform noch nicht ganz bereit für den Betrieb zu sein. Zu lesen gibt es dort nur ein Statement von Gründer John Matze, das er gestern veröffentlicht hat. Dort schreibt er, die Rückkehr der Plattform sei „unvermeidlich“ und trotz der „Drohungen und der Belästigung“ habe kein Mitarbeiter von Parler das Unternehmen verlassen. Außerdem findet sich eine Meldung mit der Überschrift „Technische Probleme“ auf der Landing-Page. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Seite wieder funktioniert.

Serveranbieter arbeitete mit rassistischen Internetseiten

Der neue Serveranbieter scheint kein Neuling auf dem Gebiet zu sein, wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Reuters berichtet, hat DDos Guard in der Vergangenheit immer wieder mit rassistischen Internetseiten zusammengearbeitet.

Erfahren Sie mehr über die Hintergründe von Parler ()

Apple und Google verbannten die App nach Aufrufen zu Gewalt aus ihren App-Stores, der Serverhost Amazon Web Services (AWS) beendete die Kooperation mit der umstrittenen Plattform. Seitdem ist sie nicht mehr beziehungsweise nur sehr eingeschränkt zu erreichen.

Parler ist im September 2018 gestartet und verzeichnete zuletzt rund vier Millionen aktive monatliche Nutzer.

ls

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