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"Dschungelshow"

RTL ersetzt „Hitler-Transe“ Nina Queer durch Sam Dylan

Sam Dylan – Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

Der aus „Prince Charming“ und zuletzt „Couple Challenge“ bekannt gewordene Sam Dylan ersetzt Nina Queer bei der diesjährigen „Dschungelshow“. Grund sind Aussagen von Nina Queer, sie sei eine „Hitler-Transe“.

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Erst vor Kurzem wurde der neue Cast und das finale Konzept der „Dschungelcamp“-Ersatzshow bekanntgegeben. Coronabedingt kann dieses Jahr kein reguläres Dschungelcamp stattfinden, weder in Australien noch in Wales. Als Ersatz gibt es die sogenannte „Dschungelshow“ aus Köln, in der zwölf Kandidaten live gegeneinander antreten. Die Teilnehmer kämpfen dieses Jahr um das „goldene Ticket“, der Gewinner darf an der Jubiläumsstaffel des Camps 2022 teilnehmen, die wieder regulär in Australien abgedreht werden soll (MEEEDIA berichtete).

Eine der Kandidatinnen war zunächst die Berliner Dragqueen Nina Queer, die durch Formate wie „Frauentausch“ oder die Moderation des CSDs für den RBB bekannt wurde. Seit Januar 2017 ist sie zusätzlich Kolumnistin bei der „Bild“ und seit einigen Jahren Werbepartnerin der BVG (Berliner Verkehrs-Betriebe).

Rassismusvorwürfe gegenüber Nina Queer

Ebenfalls im Jahr 2017 sah sich Queer mit Rassismusvorwürfen konfrontiert, später beschrieb sie sich selbst in einem Interview mit den Worten: „Dann bin ich eben die erste Hitler-Transe.“

Nina Queer | Foto: Nina Queer (Website)

Aufgrund dieser Aussage und vor dem Hintergrund des Rausschmisses des Wendlers aus „DSDS“ könne RTL ein solches Verhalten nicht dulden. Nina Queer wird bei der „Dschungelshow“ durch Sam Dylan ersetzt, der als Kandidat in der Show „Prince Charming“ bekannt wurde. Zuletzt war er Teilnehmer der von TVNow produzierten Sendung „Couple Challenge“.

RTL: Wollen „keine Plattform in einer Unterhaltungssendung bieten.“

RTL-Geschäftsführer Jörg Graf: „Vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen und unserer Haltung, jegliche Form von Antisemitismus, Rassismus sowie Diskriminierung klar zu verurteilen, können und wollen wir jemanden, der sich selbst ‚Hitler-Transe‘ nennt, keine Plattform in einer Unterhaltungssendung bieten. Dies haben wir im entsprechenden Vorgehen bei ‚DSDS‘ klar gezeigt. Hier gibt es keine Grauzone. Wir erkennen Nina Queer als Künstlerin an, aber wer öffentlich solche Begrifflichkeiten wählt, ob als bloße Provokation gedacht oder nicht, dem wollen wir konsequenterweise keine Bühne bieten.“

ls

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