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Neue "taz"-Kampagne

„Keine Angst vor Niemand“

Screenshot aus dem Kino-Spot ”Keine Angst vor Niemand" – © taz

Die „taz“ veröffentlichte zum Wochenende den Kinospot „Keine Angst vor Niemand”, den niemand Geringeres als Fatih Akin gedreht hat.

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Mit „Keine Angst vor Niemand” hat der Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent Fatih Akin seinen ersten Werbefilm überhaupt gedreht. Bekannt wurde der Golden-Globe-Preisträger vor allem mit seinen Filmen „Gegen die Wand”, „Der goldene Handschuh” oder „Aus dem Nichts”.

Die „taz“-Brille

Der Spot handelt – und spätestens hier ist schon Akins Handschrift unschwer zu erkennen – von einer jungen Frau, die im Gedränge eines Trottoirs auf dem Boden eine „taz“-Brille entdeckt. Sie schaut sich um, niemandem scheint diese Brille zu gehören. Also nimmt sie sie an sich und setzt sie auf – um sie sofort wieder abzusetzen. Denn in dem Moment, in dem sie die Brille auf ihrer Nase hat, sieht sie unterschwellige Botschaften.

„taz“-Kinospot „Keine Angst vor Niemand” von Fatih Akin

Laut Akin und „taz“ soll der 90-Sekünder nicht nur auf aktuelle gesellschaftliche Probleme aufmerksam machen. Er ist auch eine Hommage an John Carpenters „They live“ (USA, 1988: Carpenter schickt in seinem Film den Protagonist John Nada auf der Suche nach Arbeit nach Los Anageles. Dort stößt er auf eine Brille, mit der er eine Welt voller unterschwelliger Botschaften erblickt. Die Brille ermöglicht den Blick auf die ungeschminkte Realität, oder, wie Slavoj Žižek es formulierte, „die Diktatur innerhalb der Demokratie“.)

Im Spot ist die ungeschminkte Realität Fremdenhass, Frauenfeindlichkeit oder Klimakatastrophe. Außerdem soll mit dem Spot auch auf die angespannte Lage der Kinos hinweisen, die durch die zunehmende Konzentration auf Streaming-Dienste mehr und mehr in Bedrängnis geraten.

Teil der Ueberground-Kampagne

Der Kinospot wurde im Rahmen der aktuellen „taz“-Kampagne „Keine Angst vor Niemand”, die im September vergangenen Jahres von der Hamburger Agentur Ueberground realisiert wurde, konzipiert. „Regie und Umsetzung liegen allein bei Akin und Kollegen. Da haben wir (auch aus Kostengründen) nicht teilgehabt“, betont Ueberground-Chefin Jo Marie Farwick allerdings. Was sie im übrigen nicht davon abhält, den Spot „ganz klasse” zu finden. Sie sieht ihn als „tolle Hommage an Herrn Carpenter und perfect fit zu unserer Gesamtkampagnenkonzeption”.

Motive aus der aktuellen taz-Kampagne „Keine Angst vor Niemand” von Ueberground

Premiere bei „taz“ Talk

Die Premiere des Spots konnte aus aktuellem Anlass natürlich nicht im Kino gefeiert werden. Stattdessen fand der Launch im Veranstaltungsformat „taz“ Talk statt. Katrin Gottschalk, stellvertretende Chefredakteurin der „taz“, stellte den Film sowie ein Making-of vor und sprach mit Lena Kaiser, die bei der „taz“ für die außergewöhnliche Produktion verantwortlich war. Außerdem standen ihr Sonja Collison und Oliver Krupp von der
Produktionsfirma mookwe Rede und Antwort. Als Highlight schaltete sich Fatih Akin mit einer Videobotschaft zu.

Credits:
Auftraggeber: taz, Berlin, Lena Kaiser (verantwortlich); Filmproduktion: mookwe, Berlin, Sonja Collison (Creative Producer), Oliver Krupp (Executive Producer), Fatih Akin (Regie, Idee)

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