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"Zeit"-Reihe

Claus Kleber: Ich gendere, aber nicht mit religiösem Eifer

Claus Kleber über das Gendern und den Preis seiner Karriere im Gespräch mit der Wochenzeitung "Die Zeit".

ZDF-"Heute-Journal"-Moderator Claus Kleber – Foto: imago images / Rainer Unkel

ZDF-„Heute-Journal“-Moderator Claus Kleber gendert, und zwar in ganz konkreten Fällen.

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2020 hat Claus Kleber die Sprache seiner Moderationen geändert, der Anchorman des „Heute-Journals“ verzichtet inzwischen auf das generische Maskulinum. Stattdessen nutzt der ZDF-Moderator die sogenannte Gendergap – eine hörbare Sprechpause, um beide Geschlechter gleichberechtigt anzusprechen. „Ich habe 50 Jahre lang anders gesprochen: Wissenschaftler, Ärzte, Journalisten. Heute gendere ich, wenn ich denke, dass es im konkreten Fall eine Erkenntnis bringt, bei ‚Fernfahrer*innen‘ oder ‚Chefärzt*innen‘ zum Beispiel. Aber nicht mit religiösem Eifer“. Das sagt der „Heute-Journal“-Moderator im Gespräch mit der Wochenzeitung „Die Zeit“. Er selbst sehe sich nicht als „Kämpfer für Frauenrechte – aber ich gebe mir große Mühe, Frauen zu achten, zu fördern, wachsam zu sein gegen Macho-Allüren.“

Mit Blick auf seine Karriere als USA-Korrespondent und Rolle als Vater sagt Kleber: „Ich habe noch nie einen Vater getroffen, der gesagt hat: Ich habe mich zu viel um meine Kinder gekümmert. Bereue ich es? Einiges würde ich anders machen.“ Er habe seinen Töchtern allerdings vorgelebt, „wie viel Freude man an seinem Beruf haben kann.“ Seine Ehefrau, eine Ärztin, habe ihren Beruf für die Familie zurückgestellt und so „einen Preis für meine Karriere gezahlt.“ Dessen seien sich beide bewusst. „Und meine Töchter lassen erkennen, dass sie es anders machen wollen“, so Kleber. Das ganze Interview aus der „Zeit“-Reihe „Meine Schule des Lebens“ können Sie hier lesen.

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