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Redaktioneller Umbau bei Condé Nast

„Vogue“-Chefin Wintour wird weltweite Chief Content Officer

Anna Wintour im Jahr 2019 – Foto: Imago Images

Nachdem bereits im gesamten Jahr viel Bewegung innerhalb des Unternehmens war, hat Condé Nast nun eine neue globale Content-Strategie für die Marken präsentiert. Im Zuge der Ausrichtung wird Anna Wintour befördert. Die langjährige „Vogue“-Chefin wird die Inhalte weltweit verantworten.

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Mit der neuen Content-Strategie will Condé Nast künftig auf globale Führungsteams für die traditionsreichen Marken setzen. Jener Ansatz, so die Hoffnung laut Mitteilung, soll den Fokus auf Qualität und Reichweite für das globale Markenportfolio setzen. Der Schritt ist kein kleiner. Denn die komplette Neugestaltung redaktioneller Abläufe soll die Art und Weise verändern, wie die Teams ihre Inhalte über Plattformen und Formate hinweg erstellen, teilen, übersetzen, anpassen und verbreiten.

Angeführt wird der Transformationsprozess von Anna Wintour. Die 71-Jährige fungiert künftig als globale Chief Content Officer. Seit 1988 ist sie die Chefredakteurin der US-amerikanischen „Vogue“. Neben ihrer neuen Rolle als weltweite Inhalte-Chefin wird Wintour als globale Markenverantwortliche der „Vogue“ arbeiten und weiterhin die US-Ausgabe betreuen. Wintour wird fortan direkt an Roger Lynch berichten, dem CEO von Condé Nast. Christiane Mack, Chief Content Operations Officer, behält diese Funktion bei und sowohl an Wintour als auch die Präsidentin von Condé Nast Entertainment, Agnes Chu, berichten. Mack soll die Einführung des globalen Modells vorantreiben.

„AD“, Traveler“ und „GQ“ bekommen ebenfalls globale Markenverantwortliche

In dem Zuge hat Condé Nast außerdem weltweite Markenverantwortliche für „AD“ (Amy Astley), „Condé Nast Traveler“ (Divia Thani) und „GQ“ (Will Welch) ernannt. Diese sollen darüber hinaus die Ausgabe ihres Titels in ihrem Heimatmarkt verantworten. Weitere Personalien, so die Ankündigung, wird es für die anderen globalen Marken Anfang 2021 geben.

Außerdem übernimmt Edward Enninful, aktuell Chefredakteur der britischen „Vogue“, alle europäischen Ausgaben des Titels (Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland und Spanien). Die Hauptverantwortung für die europäischen Ausgaben (Frankreich, Italien und Spanien) der „Vanity Fair“ – außer die der britischen – hat künftig Simone Marchetti inne. Er ist derzeit Chefredakteur des italienischen Ablegers. Die britischen und US-amerikanischen Titel verantwortet weiterhin Chefredakteurin Radhika Jones.

2020 war ein bewegtes Jahr für die Mitarbeiter von Condé Nast

Seit geraumer Zeit ist das Unternehmen im Wandel: Erst Anfang Dezember hat Condé Nast mitgeteilt, dass Natalia Gamero del Castillo zur Europachefin ernannt wird. Ab dem 1. Januar soll die Spanierin alle europäischen Aktivitäten des Unternehmens, darunter der Teams in UK, Frankreich, Italien, Deutschland und Spanien, zentral aus London steuern (MEEDIA berichtete).

Auch innerhalb der deutschen Redaktionen war viel Bewegung: Seit gut zwei Jahren treibt Deutschland-Chefin Jessica Peppel-Schulz einen aufwendigen Wandel voran. Condé Nast will sich insgesamt stärker vom Printgeschäft lösen und neue Geschäftsfelder etablieren. Auch ein Stellenabbau war, beschleunigt durch die Corona-Krise, die Folge (MEEDIA berichtete).

tb

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