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Angriff auf Netflix & Co.

Disney+: neue „Star Wars“-Serien, neuer „Indiana Jones“, aber Abo wird teurer

Foto: Imago

Walt Disney erwartet bis 2024 einen starken Anstieg der Abonnentenzahlen seiner Streaming-Sparte – dank eines ausgeweiteten Angebots.

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Die Abonnentenzahlen von Disney+ sollen von derzeit rund 137 auf bis zu 350 Millionen zahlende Kunden ansteigen, gab der US-Unterhaltungsriese im Rahmen einer Investorenkonferenz am Donnerstagabend bekannt. Die bisherigen Ziele für 2024 aus dem April 2019 hat das Unternehmen den Angaben zufolge im Dezember bereits nahezu erreicht.

Höhere Abo-Kosten, größeres Angebot

Um die Nutzerzahlen derart steigern zu können, plant Disney, seine Ausgaben für neue Serien und Filme bis 2024 auf jährlich bis zu 16 Milliarden US-Dollar zu erhöhen. So sollen in den kommenden Jahren beispielsweise zehn „Star-Wars“-, zehn Marvel- und 15 Disney- und Pixar-Serien und ein neuer „Indiana Jones“-Film zu Disney+ kommen. Die Abo-Kosten sollen in diesem Zug in den USA um einen Dollar auf 8 Dollar steigen und in Europa von derzeit 7 Euro auf 9 Euro.

Der höhere Preis in Europa wird mit einem besseren Angebot für Erwachsene begründet: Dieses umfasst einen neuen Bereich innerhalb von Disney+, der sich Star nennt. Ab dem 23. Februar finden Abonnenten dort TV-Serien seiner US-Fernsehsendern wie ABC, FX oder dem US-Streamingdienst Hulu, aber auch Filme von 20th Century und Searchlight. Mit dabei: „Grey’s Anatomy“, „Devs“ oder „The Handmaid’s Tale“, also alte und neue Serienhits.

Für die USA hat der Mutterkonzern des Hollywood-Studios Warner Bros außerdem vor, sein gesamtes Film-Angebot 2021 gleichzeitig auf der Kinoleinwand und auf seinem Dienst HBO Max zu zeigen – darunter Blockbuster wie „Matrix 4“ oder „Dune“.

Bisher nur Verluste

Bis 2024 sollen dann auch alle drei vom Unternehmen betriebenen Streaming-Dienste profitabel sein, hierzu gehören neben dem Netflix-Konkurrent Disney+ auch der mehr an Erwachsene adressierte Dienst Hulu und das Sport-Angebot ESPNPlus. Bisher machen alle Streaming-Angebote des Konzerns Verluste. Beim erst 2019 gestarteten Angebot von Disney+ sollen die Verluste im operativen Geschäft ab kommenden Jahr sinken.

Erst Ende November hatte der Konzern angekündigt, in der ersten Hälfte des kommenden Geschäftsjahres 32.000 Mitarbeiter zu entlassen: Vor allem die Vergnügungsparks und Kreuzfahrten leiden außerordentlich unter der Corona-Krise.

sns/dpa

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