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Jahrespressekonferenz des Ersten

Nutzer der ARD-Mediathek sind im Schnitt 49 Jahre alt

Programmdirektor Volker Herres (3.v.l.) moderierte die Runde mit ARD-Chefredakteur Rainald Becker (2.v.r.), dem Koordinator Fiktion Jörg Schönenborn (r.), dem Koordinator Sport Axel Balkausky (2.v.l.) sowie der Geschäftsführerin der ARD Degeto Christine Strobl (3.v.r.) und dem ARD-Channel-Manager und stellvertretenden Programmdirektor Florian Hager (l.) – Foto: ARD/Petra Stadler

Bei der Jahrespressekonferenz des Ersten stellten die Verantwortlichen die Inhalte für das Jahr 2021 vor. Florian Hager, Channel-Manager der ARD-Mediathek, gab dabei auch Einblicke in die nächsten Schritte der Plattform.

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Nutzer der ARD-Mediathek sind aktuell im Durchschnitt 49 Jahre alt. Man erreiche somit inzwischen ein Publikum, das „schon deutlich jünger“ sei, sagte der Channel-Manager der ARD-Mediathek, Florian Hager, am Mittwoch auch mit Blick auf das höhere Durchschnittsalter der Zuschauer im klassischen linearen Fernsehen.

„Das ist für uns Ansporn, weiter daran zu arbeiten, dass wir eben auch die Um-die-30-Jährigen erreichen“, sagte Hager in München auf der Jahrespressekonferenz des Ersten. Der Oktober 2020 sei der bisher erfolgreichste Monat der Mediathek gewesen. Fast 20 Millionen Abrufe hätten allein die Folgen von Babylon Berlin erreicht. Insgesamt seien alle drei Staffeln bis heute 40 Millionen Mal abgerufen worden.

Pro Monat sollen künftig vier bis sechs Neuproduktionen erscheinen

Ein aktueller Hit sei die neue Krimiserie Das Geheimnis des Totenwaldes. Sie habe bis Mittwoch vor Ausstrahlung in der Primetime des Ersten fast zwei Millionen Abrufe erzielt. Hager: „Wir haben eine Riesenchance, mit der Mediathek das Portfolio der ARD zu erweitern, für Menschen zwischen 30 und 49 auch außerhalb von Krisen an Bedeutung zu gewinnen und damit auch die Marke ARD neu aufzuladen.“

Pro Monat will die ARD-Mediathek laut Hager künftig vier bis sechs Neuproduktionen aus den Genres Serie, Dokumentation, Show und Comedy als „Highlights“ für die Mediathek präsentieren. Das wolle man punktuell auch mit Lizenzen aus dem Ausland ergänzen, etwa mit der britischen Serie State of the Union von Nick Hornby und Stephen Frears oder der norwegischen HBO-Serie Beforeigners.

Keine Corona-Lücken im Tatort-Jahr 2021

Der Produktionsstopp während der Corona-Krise reißt nach Einschätzung der ARD vermutlich keine Lücken in das Tatort-Jahr 2021. „Das sieht im Moment gut aus“, sagte der ARD-Koordinator Fiktion, Jörg Schönenborn. Das gelte auch für den zweiten beliebten Sonntagskrimi Polizeiruf 110.

Bei manchen anderen Produktionen, etwa einer neuen Serie, sehe es ein bisschen anders aus, sagte Schönenborn. „Auch sonst kann ich mir vorstellen, dass dadurch, dass jetzt überall, wo man drehen kann, die Branche auf Hochtouren läuft, wir vielleicht mit Nachfolgeprojekten Probleme bekommen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es vielleicht im übernächsten Jahr ein bisschen knapp wird. Aber 2021 fängt gut an.“

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