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Kritik am Umgang mit Flüchtlingen

Böhmermann knöpft sich #besonderehelden Werbung der Regierung vor

Foto: Imago Images / DeFodi

Die Kampagne der Bundesregierung unter dem Namen „Besondere Helden“ ist in den sozialen Medien auf ein geteiltes Echo gestoßen. Nun produzierte Jan Böhmermann einen ähnlichen Spot und kritisiert darin den Umgang Flüchtlingen.

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Auf den ersten Blick wirkt der knapp zweiminütige Spot wie ein weiterer Teil der „Besondere Helden“-Kampagne der Bundesregierung. Erschienen ist das Video allerdings nicht auf den offiziellen Kanälen der Regierung, sondern auf dem Youtube-Kanal vom ZDF Magazin Royale des Satirikers Jan Böhmermann.

Das Video mit dem Titel „#besonderehelden Gemeinsam NICHTS tun.“ orientiert sich optisch als auch textlich stark an dem ersten Video der Kampagne. Zum Teil werden auch Original-Szenen mit reingeschnitten. Der Inhalt ist allerdings ein anderer: Der Protagonist erzählt ironisch von dem Winter 2020, er studierte Politikwissenschaften in Chemnitz und wäre gerne auf Kokain-Partys gegangen.

Dann kommt der Bruch: „Damals flohen jeden Tag Menschen über das Mittelmeer. Aus Afrika oder dem Nahen Osten, viele sind dabei ertrunken“, wird die Kritik eingeleitet. Anschließend wird erneut Bezug auf die Kampagne genommen. Obwohl all das passierte, taten sie nichts. Das Video endet damit, dass der Protagonist erzählt, dass es ja nicht ihr eigenes Schicksal, sondern das der „Wirtschaftsflüchtlinge“ gewesen sei. Unterzeichnet wird das Video am Ende mit „Die Bundesregierung“.

ls

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