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Messengerdienst Telegram

Studie belegt Rechtsverstöße auf Telegram

Foto: imago images / Future Image

Die Landesanstalt für Medien NRW hat eine Studie zu Rechtsverstößen und problematischen Inhalten auf Telegram veröffentlicht. Knapp 360.000 Mitteilungen wurden dafür untersucht.

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Wissenschaftler der Universität Greifswald haben im Auftrag der Medienanstalt NRW in den letzten Monaten Kanäle und Gruppen des Messengerdienstes Telegram analysiert, in denen sie Rechtsverstöße und die Verbreitung von Desinformation vermuten. Jetzt wurde die Studie veröffentlicht. Das Ergebnis: Die meisten Rechtsverstöße, die auf Telegram zu finden sind, treten in den Bereichen Rechtsextremismus, Pornografie, Drogen- und Dokumentenhandel auf.

„Freiheit im Netz nur mit Regeln“

Ziel der Studie war es, ein besseres Verständnis für die Aktivitäten auf Telegram zu bekommen, um schließlich auch dort keine rechtsfreien Räume zuzulassen. Die Ergebnisse dienen der Medienanstalt nun unter anderem dazu, ihre Aktivitäten gegen Rechtsverstöße auf Telegram zu konkretisieren: „Wir kommen an der Erkenntnis nicht vorbei, dass sich die Organisationsform von Telegram der Rechtsdurchsetzung strukturell entzieht und dass das systematisch missbraucht wird. Freiheit im Netz kann aber nur funktionieren, wenn Regeln eingehalten werden. Spätestens mit dieser Studie wird klar, dass das nicht nur für Facebook und YouTube gelten muss, sondern natürlich auch für Telegram. Wir jedenfalls werden unsere Aufsichtstätigkeit entsprechend erweitern und es wäre sicher eine gute Idee, wenn der Gesetzgeber seinen Fokus gleichfalls ausweitet. Gefahren zu setzen, ohne verantwortlich zu sein, geht eben nicht – auch nicht im Netz“, so Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW.

Die ganze Studie finden Sie hier.

sns

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