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Quartalszahlen

Spotify gewinnt in der Pandemie 6 Millionen neue Premium-Abonnenten

Der schwedische Streamingdienst Spotify – Foto: Imago

Der schwedische Streamingdienst hat am Donnerstag seine Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht. Demnach ist die Zahl der Premium-Abonnenten im Vergleich zum letzten Quartal um fünf Prozent gestiegen. Die Erwartungen seien damit übertroffen worden, heißt es.

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320 Millionen monatlich aktive Nutzer und 144 Millionen Premium-Abonnenten – beide Werte sind im dritten Quartal weiter gestiegen, wie Spotify bekannt gegeben hat (hier geht’s zum Geschäftsbericht). Die Anzahl der monatlich aktiven Nutzer ging im Jahresvergleich um 29 Prozent nach oben (Q3: 248 Mio.); die der Premium-Abonnenten steigerte sich um 27 Prozent, mehr als von Analysten erwartet. Noch stärker ging es nur im kostenfreien, werbefinanzierten Angebot hoch, wo das Wachstum bei 31 Prozent liegt (185 Millionen Nutzer). Die Kündigungsrate liegt bei weniger als vier Prozent – so niedrig wie noch nie.

14 Prozent Wachstum bei den Gesamteinnahmen

Die Gesamteinnahmen sind auf 1,975 Mrd. Euro gewachsen, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. Dies entspricht einem Wachstum von 14 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2019. Auf den Bereich Premium, also Abo-Gebühren, entfallen dabei 1,790 Mrd. Euro, was im Jahresvergleich einer Steigerung von 15 Prozent entspricht. Die Einnahmen durch Werbung liegen bei 185 Mio. Euro (+9 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Im zweiten Quartal dieses Jahres konnte der schwedische Konzern hier aufgrund der weltweiten Pandemie Einnahmen in Höhe von 131 Mio. Euro verzeichnen. Hier hat das Unternehmen den alten Kurs wieder aufgenommen. Im operativen Geschäft verzeichnet Spotify einen Verlust von 40 Mio. Euro, nachdem es im Vorjahresquartal einen Gewinn von 54 Mio. gegeben hatte.

Erneut rote Zahlen im operativen Geschäft

Die Prognose für das vierte Quartal sieht vor, dass die monatlichen aktiven Nutzer auf 340 bis 345 Millionen steigen. Der Bereich Premium soll auf 150 bis 154 Millionen Abonnenten anwachsen. Umsatzseitig wird mit 2 bis 2,2 Mrd. Euro gerechnet, operativ soll es erneut rote Zahlen geben.

tb

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