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Zum Start des neuen Films

„Very nice!“ – Kasachstan wirbt mit Borat-Spruch für Tourismus

Sacha Baron Cohen spielt wieder Borat – Foto: Amazon Prime Video

Beim ersten „Borat“-Film hat das Land Kasachstan den Film noch verboten und sich gegen die Darstellung gewehrt. Zum Start von „Borat 2“ geht die Tourismusbehörde nun einen komplett anderen Weg und übernimmt einen Kult-Spruch von „Borat“ für eine Kampagne.

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„Very nice!“ ist ein viel verwendeter von des kasachischen Reporters Borat, der im Film von dem Komiker Sacha Baron Cohen verkörpert wird. Kasachstan kommt vor allem im ersten „Borat“-Film gar nicht gut weg und wird als rückständiges, durch und durch korruptes Land dargestellt. Natürlich komplett überzogen, denn „Borat“ ist schließlich ein Comedy-Film. Trotzdem war die Aufregung in dem Land damals groß. „Borat“ wurde in Kasachstan verboten und man versuchte, das im Film vermittelte Bild öffentlich zurechtzurücken.

Diesmal gehen die Kasachen schlauer vor und haben sich den „Very nice!“-Spruch für eine Tourismus-Kampagne zu eigen gemacht. Dabei werden besonders schöne und attraktive Szenen aus Kasachstan schnell hintereinander geschnitten und Personen im Spot kommentieren dies jeweils mit „Very nice!“.

„In Covid-Zeiten, wenn die Tourismus-Spendings ausgesetzt sind, ist es gut, dass unser Land in den Medien erwähnt wird“, zitiert die New York Times Kairat Sadvakassov, Vize-Chef der kasachischen Tourismus-Behörde. Die Idee zur Kampagne soll von dem in Kasachstan lebenden US-Amerikaner Denis Keen stammen, der mit einer Kasachin verheiratet ist. Keen habe die Idee zu der Kampagne gehabt, als Amazon erste Trailer für den neuen „Borat“-Film präsentierte. Er hat die Idee für eine Kampagne mit dem Slogan „Very nice!“ der Tourismus-Behörde vorgestellt und die willigte ein. Obwohl man zunächst vorgehabt habe, den neuen „Borat“-Film diesmal komplett unkommentiert zu lassen, so Sadvakassov.

Auch „Borat“-Darsteller Baron-Cohen hat in Wirklichkeit nichts gegen das Land. Der Times sagte er, auf die Kampagne angesprochen: „Das ist eine Komödie und das Kasachstan im Film hat nichts mit dem echten Land zu tun. Ich habe Kasachstan ausgesucht, weil das ein Ort ist, über den fast niemand in den USA irgendetwas weiß. Das ermöglichte es uns, eine wilde, komödiantische Fake-Welt zu erschaffen. Das echte Kasachstan ist ein schönes Land mit einer modernen, stolzen Gesellschaft – das Gegenteil von Borat’s Version.“

„Borat 2“ ist bei Amazons Prime Video Streaming-Dienst zu sehen.

swi

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